Produktion und Prozessmanagement

Exkursion in Seoul im WS 2013/14

Im Oktober 2013 beginnt für 12 Studenten des Studiengangs Produktion & Logistik die Exkursion in die 8.378 km entfernte Hauptstadt Südkoreas, Seoul. Durch den großen Erfolg koreanischer Firmen, wie z. B. Samsung und Hyundai, lag es in unserem Interesse die dortige Wirtschaft kennenzulernen. Bekannt geworden ist Südkorea vor allem als große Schiffsbaunation. Durch Entwicklung und Produktion von Technologieprodukten speziell im Unterhaltungs- und Telekommunikationsbereich zählt Korea heute zu den wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Auch der kulturelle Hintergrund dieses Landes war für die Exkursion von großer Bedeutung. Die koreanische Lebensart, die Kultur dieses Landes und die Tatsache, dass Korea seit 1948 offiziell zweigeteilt ist, war ein großer Anreiz dieses Land im Zuge einer Exkursion zu erkunden.

Auf unserer Agenda stand der Besuch bei den Firmen TPI Megaline, Samsung und DB Schenker. Die TPI Megaline in Seoul ist Spezialist im Bereich Mehrzweckfrachter und Schwergutschiffen. Sie bietet umfassende Lösungen für den Transport von Schwertransportgütern auf dem Seeweg an. Hierbei kommen genaue Berechnungen zum Einsatz, die die Schwergüter wie z. B. Kräne und Module genau auf das jeweilige Frachtschiff abstimmen, um diese sicher transportieren zu können. Das Projektmanagement der Firma Megaline hat sich auf die die Betreuung bei Öl- und Gasprojekten spezialisiert. Zudem ist das Managementsystem nach ISO 9001, ISO 14001 und OSSAS 1801 zertifiziert. Diese Zertifizierung ist besonders im bisher medienträchtigsten Projekt von Megaline von besonderer Bedeutung. Die Firma arbeitet beim berühmten Gorgon Projekt mit, es ist das derzeit größte Förderprojekt für Flüssiggas vor der Westküste Australiens, und mit hohen Umweltauflagen verbunden.

Im berühmten Gangnam-Viertel besuchten wir das Samsung D´light House, dass uns einen Einblick in zukünftigen Entwicklungen der Digitaltechnologie gegeben hat. Anschließend machten wir einen Streifzug durch das Viertel von Seoul, dass durch den koreanischen Musiker Psy und sein Lied Gangnam Style, auch bei uns bekannt wurde. Es gilt als einer der wohlhabendsten Stadteile von Seoul.

Am Incheon International Airport ist auch DB Schenker, einer der weltweit größten Transport- und Logistikdienstleister, ansässig. Wir wurden von der Geschäftsleitung eingeladen die Logistikzentrale zu besichtigen. Durch einen kleinen Vortrag bekamen wir nicht nur einen Einblick in die Logistischen Prozesse im Bereich der Luftfracht, sondern wurden auch über die koreanische Lebensart und die Entwicklung des Landes informiert. In Seoul, ist DB Schenker vor allem auf die Logistik von medizinischen Produkten spezialisiert. Ein großer Auftraggeber ist das Pharmaunternehmen Boehringer. Das Frachtgut muss unter speziellen Bedingungen, in Kühlräumen für empfindliche Produkte, mit besonderer Sorgfalt gelagert und anschließend versendet werden.

In kultureller Hinsicht haben wir durch eine Stadtrundfahrt eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten kennengelernt und uns näher angesehen. Das Zusammenspiel von Palästen und alter koreanischer Bauweise und der modernen Architektur mit unzähligen Wolkenkratzern, ist hierbei besonders aufgefallen. Wir besuchten den N Seoul Tower, der ein besonderes Wochenendausflugsziel für viele Koreaner und Touristen ist. Von der Aussichtsplattform ist es möglich über die ganze Stadt zu blicken Am Changdeokgung Palace haben wir die Wachablösung des Palasts erlebt. Der Palast gehört seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wohnbereich, Verwaltungsbereich sowie die so genannten geheimen Gärten der Königsfamilien sind zu bewundern.

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Auch haben wir die Märkte der Stadt, wie den Namdaemun Market bestaunt und in den Garküchen der Straßen kulinarisches entdeckt. Das Leben in Korea findet in den Abendstunden auf den Straßen und Märkten statt. Auch haben wir einen Ausflug zum bekanntesten Fischmarkt von Seoul unternommen.

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Am Changdeokgung Palace haben wir die Wachablösung des Palasts erlebt. Der Palast gehört seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wohnbereich, Verwaltungsbereich sowie die so genannten geheimen Gärten der Königsfamilien sind zu bewundern.

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Vom 63 Stockwerk des 63City Gebäudes hat man einen fantastischen Ausblick auf den Hangang Fluss. Bei Nacht erhält man von dort einen ganz besonderen Blick auf die unzähligen Lichter der Stadt. Hier ist auch die höchste Galerie der Welt untergebracht. Bei unserem Besuch wurden die Kreationen verschiedenster koreanischer Modeschöpfer ausgestellt.

Ein besonderes Erlebnis im Zuge unserer Exkursion war der Ausflug zur Demilitarisierten Zone (DMZ). An den einzelnen Stationen wurde uns bewusst, dass dieses aufstrebende Land in eine Nord- und in eine Südhälfte geteilt ist.

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Auf der südkoreanischen Seite sieht man Bäume und Wälder. Beim Blick auf die andere Seite fällt auf, dass das nordkoreanische Gebiet sehr karg ist, da Bäume und Sträucher hier gänzlich verbannt wurden. Die Atmosphäre in der Demilitarisierten Zone und das hohe Militäraufgebot wirken in keinster Weise bedrohlich. Am Bahnhof von Dorsan, der letzte Bahnhof vor der Grenze, sind Fahrten nach Nordkorea beabsichtigt, aber dennoch nicht möglich. Ein modernes „Geisterhaus“, das nur durch die Anwesenheit des südkoreanischen Militärs den Besucher wahrnehmen lässt, dass der Bahnhof nicht geschlossen ist. Im Zuge der Tour war es uns möglich einen von vier Tunneln zu besichtigen, die vom Norden in den Süden gegraben wurden. Es wird berichtet, dass diese Tunnel dazu dienen sollten Militäreinheiten des Nordens unbehelligt durch die DMZ zu transportieren. Der Ausflug gab uns einen ganz eigenen Eindruck von der derzeitigen Situation des zweigeteilten Landes.

In Anbetracht dieser vielen Eindrücke durften wir Südkorea als ein Industrie-Land kennenlernen, das seine Kultur und den technischen Fortschritt miteinander vereint.

Wir bedanken uns bei der Hochschule Heilbronn, beim Studiengang Produktion & Logistik, der Sparkasse Heilbronn und dem Verein der Freunde des Studiengangs Produktion & Logistik für die freundliche Unterstützung.

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Bericht und Bilder: Kerstin Holzwarth