Forschung an der Hochschule Heilbronn

Basis- und Erstinformationen

Mit den folgenden Seiten unterstüzt das Institut für angewandte Forschung (iaf) alle forschungsaffinen Mitglieder der Hochschule Heilbronn. Die nachstehenden Informationen richten sich insbesondere an erst- und neuberufene Professorinnen und Professoren sowie an die Forscherinnen und Forscher des akademischen Mittelbau der HHN.

Forschung an der Hochschule Heilbronn wird hier überblicksartig skizziert. Zudem erfolgt die Darstellung überwiegend in forschungsadministrativer Hinsicht. Die Basis- und Erstinformationen sollen Ihnen als erster Orientierungsrahmen zur Forschung an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften dienen. Sie sollen sich möglichst schnell mit dem "Geschäftsprozess" Forschung und den Spezifika der Heilbronner Forschungsadministration vertraut machen können.

Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Im Jahr 2010 riet der Wissenschaftsrat den Hochschulen für angewandte Wissenschaften, ihr Selbstverständnis zu reflektieren und sich auf einen Entwicklungspfad hin zu einer Hochschule "Neuen Typs" zu begeben. Wenn auch ein diesbezüglicher Zielzustand nicht näher beschrieben wurde, so ist doch klar, dass die Ausprägung angewandter Forschung einen wesentlichen Bestandteil dieser Entwicklung darstellt. [mehr]

Forschung als gesetzlicher Auftrag

Forschung ist das zentrale Kriterium, das über den Hochschulstatus einer Bildungseinrichtung entscheidet. In der Bundesrepublik Deutschland fällt das Hochschulsystem in den Zuständigkeitsbereich der Länder und wird durch deren Hochschulgesetze geregelt.

Im Landeshochschulgesetz (LHG) ist auch die gesetzliche Aufgabe der Hochschulen für angewandte Wissenschaften festgelegt. §2, Abs. 4 LHG besagt, dass die "Hochschulen für angewandte Wissenschaften [...] durch anwendungsbezogene Lehre und Weiterbildung eine Ausbildung [vermitteln], die zu selbstständiger Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder zu künstlerischen Tätigkeiten in der Berufspraxis befähigt; sie betreiben anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung." [mehr]

Drittmittel aus der Forschung

Die Mitglieder der Hochschule Heilbronn nehmen Forschungs- und Entwicklungaufgaben sowie Aufgaben des Wissenstransfers (wissenschaftliche Weiterbildung, Technologie- transfer) wahr und erzielen dadurch zusätzliche Einnahmen in Form von Drittmitteln. [mehr]

Forschung im Haupt- und Nebenamt

Die Abwicklung öffentlich geförderter Projekte erfolgt in der Regel über die Hochschule, also im sog. „Hauptamt“ bzw. als Dienstaufgabe. Anders stellt sich die Lage bei Aufträgen aus der Privatwirtschaft dar. Hier werden traditionell viele Vorhaben in Nebentätigkeit, häufig über die Transferzen tren der Steinbeis-Stiftung, abgewickelt. [mehr]

Institut für angewandte Forschung (IaF)

Das IaF ist die zentrale Dienstleistungseinrichtungen der HHN für alle Forschenden und Forschungsinteressierten. Die Aufgabe des Iaf besteht in der Förderung der hauptamtlichen Forschungsaktivitäten der Hochschule Heilbronn. Es dient dem Zustandekommen drittmittelfinanzierter Forschungsvorhaben, der regelmäßigen Rechenschaft über die Forschungsaktivitäten der Hochschule und der Vorbereitung der strategischen Planung. [mehr]

Förderprogramme für Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Im Bereich der angewandten Forschung bzw. der FH-Forschung gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten. Das Portfolio der Mittelgeber ist komplex und ändert sich häufig. Eine detaillierte Beschreibung auch nur der gängigen Förderprogramme kann hier nicht geleistet werden. Wir geben stattdessen einen skizzenhaften Überblick über die wichtigsten Programme. Details entnehmen Sie bitte den jeweiligen Web-Seiten der Förderer oder Projektträger. [mehr]

Mitarbeiter, Mitarbeitergewinnung

Ein Forschungsprojekt an der Hochschule wird i.d.R. mit einem (oder mehreren) Mitarbeitern bearbeitet. Wünschenswert ist dabei, dass sich dieser Mitarbeiter aus den Absolventen der Hochschule rekrutiert. Das LHG regelt in § 52, dass in Forschungsprojekten „akademische Mitarbeiter“ eingestellt werden können. Die Eingruppierung/ Vergütung kann bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen bis zu E13 erfolgen (vgl. Entgeltordnung zum TV-L, Teil II Nr. 6). [mehr]

Vertragsgestaltung

Sowohl die Forschung mit öffentlichen Mitteln als auch Forschungs- und Entwicklungprojekte mit privaten Mitteln muss vertraglich geregelt sein. Dazu hat die HHN Musterverträge entwickelt, die Sie hier abrufen können. Erfahrungsgemäß kann die konsensuelle Ausgestaltung gerade von FuE-Verträgen mit privaten Partnern dauern. Setzen Sie sich daher bitte frühzeitig mit dem Institut für angewandte Forschung (iaf) in Verbindung. Nach der erfolgreichen Einwerbung öffentlicher Drittmittel wird die Zusammenarbeit im Konsortium i.d.R. mit Hilfe von Kooperationsverträgen geschlossen. Viele Projektträger stellen hier Musterverträge bereit.

Verträge mit Firmen (für Projekte im Hauptamt) müssen immer über die Hochschulleitung laufen und können nicht vom Projektleiter selbst abgeschlossen werden. Der Vertrag wird zwischen der Firma und der Hochschule als Institution geschlossen. Sofern die Hochschule sich gegenüber dem Hochschullehrer besonders absichern möchte, kann sie mit ihm eine individuelle Vereinbarung treffen, in der seine Rechte und Pflichten in Bezug auf das Projekt geregelt werden. Eine Mitzeichnung des Professors unter den Vertrag zwischen Hochschule und Firma ist hingegen nicht empfehlenswert.

Veröffentlichungen, Verwertungen

Ohne die Veröffentlichung der Ergebnisse wissenschaftlichen Arbeitens verbleibt Ihre Forschung vergleichsweise wirkungslos. Der wissenschaftliche Diskurs würde ausgesetzt und Wissenschaft wäre nicht in der Lage sich zu reproduzieren.

Alle öffentlichen Förderer verlangen eine die Dokumentation der Projektergebnisse bzw. häufig auch den Nachweis einer Publikation in einer Fachzeitschrift. Umgekehrt können Antragsteller kaum mit einer Förderung eines Projektes rechnen, wenn sie nicht über eine gewisse Zahl einschlägiger Veröffentlichungen verfügen. Zum Auf- und Ausbau des wissenschaftlichen Renomées der Hochschule sind wissenschaftliche Publikationen für die Hochschule insgesamt von Interesse.

Transfer- und IP-Strategie der HHN

Zu den Aufgaben der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zählen gemäß § 2 LHG anwendungsbezogene Lehre, Weiterbildung, Forschung und Entwicklung. Durch Wissens-, Gestaltungs- und Technologietransfer sowie Publikationen fördern die Hochschulen die Umsetzung und Nutzung der Ergebnisse der Forschung und Entwicklung in die Praxis sowie den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen. [mehr]

Promotion

Trotz des fehlenden Promotionsrechts für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) bestehen zahlreiche Möglichkeiten, Absolventen die Promotion zu ermöglichen. Sie erhalten den Titel an Universitäten, deren Promotionsordnung die kooperative Promotion vorsieht. Hintergrund für dieses Zugangsrechte ist die formale Gleichwertigkeit aller Master-Abschlüsse (§ 38 Abs. 3 S. 1 LHG). [mehr]

Drittmittel und Korruptionsgefahr

Die Einwerbung von Drittmitteln verfügt immer auch über eine rechtliche Dimension. Orientieren Sie sich daher stets an der jeweils gültigen Drittmittelrichtlinie. Damit lässt sich dem "Schein möglicher Käuflichkeit" durch etwaige Vorteilsnahmen im Amt entgegentreten.[mehr]

Drittmittelbewirtschaftung

Die Projekt- und Finanzmittelverwaltung der HHN unterstützt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule bei der Abwicklung von Forschungsvorhaben. Dort wird Ihr Projekt nach der erfolgreichen Mitteleinwerbung betreut. Dazu gehören etwa die Erstellung der Zahlungsanforderungen, Zwischen- und Verwendungsnachweise, Zuarbeit zur Jahresabschlusserstellung u.v.m. [mehr]