Nachhaltigkeit

NE Forschungsprojekte der HHN

Prof. Dr. Tobias Bernecker

Städte habe als "Reallabore" einen besonders hohen Stellenwert. Hier wird die Stadtgesellschaft unmittelbar in den Forschungsprozess mit einbezogen. Anhand von Realexperimenten werden soziale Dynamiken und Prozesse beobachtet und ausgewertet.

Die Bundesgartenschau 2019 bietet für die Stadt Heilbronn einen hervorragenden Rahmen, neue Konzepte für die urbane logistische Nahversorgung im Reallabor zu testen.

Viele Versorgungs- und Entsorgungsprozesse, die im Rahmen einer Bundesgartenschau anfallen, wie beispielsweise die Versorgung mit Pflanzen, Gastronomie, Souvenirs usw. oder die Abfallentsorgung, stehen sinnbildlich für typische logistische Herausforderungen der Nahversorgung in Stadtquartieren. Seit Jahren wird nach passenden Lösungen gesucht, um den mit diesen Aufgaben der Versorgung und Entsorgung verbundenen Verkehr effizienter zu gestalten. Gefragt sind Lösungen, die möglichst nachhaltig die sogenannte „letzte Meile“, also die kleinteilige und kleinräumige Zustellung und Abholung, ermöglichen.

Ein besonders vielversprechender Ansatz für die logistische Nahversorgung sind automatisierte Transportsysteme. Lokal emissionsfrei und automatisiert verkehrende Transporteinheiten sind im Freien bislang nicht umgesetzt. Dabei ist in genau dieser Verbindung großes Effizienzsteigerungspotenzial zu vermuten.

Ziel von BUGA:log ist es, den Realversuch so auszugestalten, dass das Transportsystem für die Besucherinnen und Besucher der Bundesgartenschau wie auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Modellquartiers Neckarbogen nicht nur beobachtbar ist, sondern auch direkt erlebbar wird, z.B. auch durch Erteilen eigener kleiner Transportaufträge über das Smartphone.

Die beteiligten Projektpartner der Hochschule Heilbronn, ergänzt durch die Universität Stuttgart, die Stadt Heilbronn, die BUGA 2019 GmbH als Umsetzungspartner der Bundesgartenschau 2019 sowie weitere Partner aus der Wirtschaft sind überzeugt, mit dem vorliegenden Forschungsvorhaben einen wesentlichen Beitrag für die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württembergs im Sinne nachhaltiger Mobilitätsinnovationen leisten zu können.

Das Forschungsprojekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren mit rund 875000 Euro gefördert.

Es erfolgt in Kooperation mit der Stadt Heilbronn, der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH und dem

Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart

Prof. Dr. Mohamed Ibrahim

Mittelgeber: Reinhold Würth Stiftung / Projektmittel: 160.000 €

Untersuchung von zukünftigen dezentralen Stromversorgungsstrukturen

  • Simulation von regenerativen Energieversorgungssystemen (Energieerzeuger, Energiespeicher und Verbraucher)
  • Entwicklung eines Batterie-Teststands
  • Untersuchung und Entwicklung von intelligenten Energiemanagementkonzepten

[Novel viticulture systems forsustainable production and products]

Prof. Dr. Ruth Fleuchaus

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"NoViSys“ ist ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit481.075 € gefördertes Projekt

mit einer Laufzeit von mindestens 3 Jahren, beginnend 2015, an der Hochschule Heilbronn und mehreren Partnerhochschulen.

Pilzwiderstandsfähige Neuzüchtungen (PIWIs) sind die Innovation der Rebenzüchtung. Sie liefern hochwertige

Weine und besitzen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber den beiden Mehltauerregern, die den Weinbau

seit Dekaden bedrohen. Eine Ausweitung der Anpflanzung dieser Sorten wäre die beste Strategie, um den

massiven Fungizideinsatz im Weinbau deutlich zu reduzieren.

Die Hochschule Heilbronn übernimmt im Verbund die Untersuchung der allgemeinen sozio-ökonomischen und einzelbetriebswirtschaftlichen Aspekte, außerdem die Untersuchung der Kosumentenhaltung und deren marketing- und vertriebsrelevanten Implikationen zum Thema PIWIs.

Im Rahmen von Workshops und Veröffentlichungen werden die Ergebnisse der Weinbranche und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Eine Projektstudie des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und der Hochschule Heilbronn.

Pressemitteilung des MINISTERIUMS FÜR FINANZEN UND WIRTSCHAFT vom 15. Dezember 2014

Am 15. Dezember 2014 wurden in Stuttgart die Ergebnisse der Projektstudie "Elektrischer Schwerlastverkehr im urbanen Raum" an die Auftraggeber, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, IHK Rhein Neckar und die Stadt Mannheim übergeben. Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und die Hochschule Heilbronn waren beauftragt, typische Transportströme im innerstädtischen Schwerlastverkehr am Beispiel der Stadt Mannheim näher zu untersuchen, diese hinsichtlich ihres Elektrifizierungspotenzials zu bewerten und entsprechende Umsetzungskonzepte zu entwickeln. Das Projektvolumen belief sich auf 100.000 Euro.

„Mehr als ein Viertel der Energie wird im Verkehrssektor verbraucht. Daher muss das Ziel sein, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen stetig zu reduzieren. Die Elektromobilität kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten“, sagte Staatssekretär Ingo Rust anlässlich der Übergabe der Studie in Stuttgart.

Die Diskussion über eine Elektrifizierung des urbanen Straßenverkehrs ist bislang von einer starken Fokussierung auf Pkw und leichte Nutzfahrzeuge geprägt. Erkenntnisse aus Projekten, welche sich mit der Eignung schwerer elektrischer Lkw für den innerstädtischen Güterverkehr auseinandersetzen, lagen bislang nur in sehr begrenztem Rahmen vor. Damit wird erhebliches Potenzial vernachlässigt. Obwohl das Haupteinsatzgebiet schwerer Lkw die Langstrecke ist, findet sich dieser Nutzfahrzeugtyp auch auf innerstädtischen Straßen wieder, verbunden mit den bekannt negativen Auswirkungen wie Lärm- und Schadstoffemissionen.

Die Studie wurde in engem Austausch mit Unternehmen aus der Logistik- und Transportwirtschaft sowie mit der verladenden Industrie an konkreten Fallbeispielen aus dem Raum Mannheim durchgeführt. Dadurch wurde gewährleistet, dass die erarbeiteten Konzepte von hoher Praxisrelevanz sind. Neben der technischen Machbarkeit flossen auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in die Betrachtung mit ein.

In ihrer Vorstellung der Projektergebnisse erläuterten Steffen Raiber vom Fraunhofer IAO und Prof. Dr. Tobias Bernecker von der Hochschule Heilbronn den Umfang, in dem schwere Lkw im Nah- und Regionalverkehr zum Einsatz kommen müssen, um den Anforderungen von Industrie und Handel an eine moderne Logistik gerecht zu werden. Diese Verkehre besitzen bereits heute in großen Teilen ein hohes Elektrifizierungs- und Einsparpotenzial. In Verbindung mit einer optimierten Tourenplanung ließe sich in den untersuchten Fallbeispielen der Energieverbrauch mit elektrischen Lkw auf etwa ein Drittel des Energieverbrauchs mit vergleichbaren, konventionell angetriebenen Lkw senken.

Foto Bernecker

Entwicklung von allgemeinen E-Logistik-Anwendungsfällen

„Die Anschaffungskosten von elektrischen Lkw sind aufgrund der geringen Stückzahlen sowie der Kosten für die Batterien heute noch vergleichsweise hoch. Unsere Landesregierung und der Bund haben die Situation erkannt und fördern den Batterieforschungsstandort Ulm als den europaweit führenden Batterieforschungsstandort“, sagte Staatssekretär Rust. Er betonte auch die Erwartung des Landes, durch die Forschungserkenntnisse weitere Initialzündungen in der Wirtschaft zu gerieren; wie etwa die künftig wirtschaftliche Herstellung und den Betrieb von elektrisch betriebenen Schwerlast-Lkws.

Staatssekretär Rust bedankte sich außerdem bei der IHK Rhein-Neckar und der Wirtschaftsförderung der Stadt Mannheim für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Rust wertete dies als weiteren Beleg für die erfolgreiche Kooperation von Land, Kommunen, Kammern Wirtschaft und Wissenschaft

Zusammenfassung Elektrischer Schwerlastverkehr im urbanen Raum

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Dirk Lohre vom Institut für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logistik (INVL) der Hochschule Heilbronn

Quelle: Motormedia, 08.November 2014

Fazit: Der Fahrermangel verschärft sich. Osteuropa macht immer mehr Kilometer. Junge Trucker wollen am Abend zu Hause sein.

Ein 90 Seiten umfassendes Druckwerk setzt die Analyse der Logistikbranche fort, die vor zwei Jahren mit einer ersten Studie gestartet war. Aus Experteninterviews sowie Befragungen von Fahrern und Auszubildenden entsteht ein differenziertes Bild von den künftigen Herausforderungen für die Transportbranche: Der Trend zur Industrialisierung des Transportgewerbes wird sich weiter fortsetzen und auch den Fahrerberuf stärker prägen. Die Branche musssich hierauf einstellen – vor allemmit einer Strategie zu Nachwuchsgewinnung und Ausbildung. Denn der sich abzeichnende Fahrermangel stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. Gefragt sind in der Transportund Logistikbranche allerdings auch verlässliche politische Rahmenbedingungen, um weiterhin der Funktion als Rückgrat der Wirtschaft gerecht werden zu können.

Facharbeiter statt König

Zwei wesentliche Schlussfolgerungen erlaubt die zweite ZF-Zukunftsstudie, deren wissenschaftliche Leitung bei Prof. Dr. Dirk Lohre lag: Zum einen wird die Industrialisierung des Transportgewerbes weiter voranschreiten, grössere Betriebe haben dabei mehr Chancen, die Arbeitsteilung wird sich verstärken. Zum anderen erfasst der Wertewandel innerhalb der Gesellschaft auch den Fahrerberuf, das Image vom «König der Landstrasse » wird bald der Vergangenheit angehören, mehr Planbarkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind gefragt.

Konsequenzen für die Branche

«Die Unternehmen werden künftig auch ihre Prozesse optimieren und das Potenzial aktiver Fahrer besser ausschöpfen», so lautet die Schlussfolgerung von Lohre. Es sei wichtig, die Be-und Entladezeiten von der Fahrertätigkeit zu entkoppeln. Dazu gehöre auch, dass die Auftraggeber kürzere Wartezeiten an der Rampe organisieren, damit sich die Fahrer auf das Wesentliche ihrer Aufgabe konzentrieren können. Auch die Verbindung des Fernfahrers zu «seinem» Truck wird sich auflösen: Um die soziale Planbarkeit des Fahrerberufs zu gewährleisten, werden sich künftig Relaisstationen etablieren, wo die Fahrzeuge an den nächsten Fahrer übergeben werden. Dem entspricht eine Typisierung der heute im Beruf befindlichen Fahrer, wie sie die Studie herausgearbeitet hat.

Kompromisse und Zusammenschlüsse

So nimmt der Anteil der «Berufenen», also derjenigen, die ihr Leben an den Rahmenbedingungen des Fernfahrerberufs vollständig ausrichten, deutlich ab. Industrialisierung und Spezialisierung werden auch Auswirkungen auf die Betriebsgrössen haben. Kleinere und Kleinstunternehmen werden sich künftig zu Verbünden zusammenschliessen müssen. Der Trend zu grösseren Betrieben bietet vor allem Chancen für die Ausbildung, die dann besser in die Abläufe inte griert und professionalisiert werden kann. Eine übergeordnete Ausbildungs initiative ist notwendig, um negative Auswirkungen des absehbaren Fahrermangels doch noch zu dämpfen.

Prof. Dr.-Ing. Jochen Haas

Ziel des Vorhabens ist es den Einsatz von Sekundärbrennstoffen in hoch exergetischen Prozessen zu verbessern. Wenn Sekundärbrennstoff optimiert für einen Hochtemperaturprozess hergestellt werden können, so können sie einen gleichwertigen Ersatz für Primärbrennstoffe darstellen.

Prof. Dr.-Ing. Andreas Daberkow

Elektromobilität im Ländlichen Raum

Ziel dieses Projektes ist es, zusammen mit Industrie- und Hochschulpartnern einen Schwungradspeicher-Demonstrator mit entsprechender Leistungselektronik aufzubauen, in eine mobile Plattform zu integrieren und wissenschaftlich zu erproben.

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Prof. Dr.-Ing. Andreas Daberkow

Forschungsprojekte zur automobilen Elektromobilität konzentrieren sich derzeit meist auf Ballungszentren. Viele Menschen leben aber in einem ländlich-urbanen Raum wie im Umfeld Heilbronn. Schwerpunkt des Projektes ist es, für diesen Nutzerkreis die automobile Elektromobilität zu erforschen und zu erschließen.

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Prof. Dr.-Ing. Herbert Olbrich

Es werden zwei Ziele verfolgt: gleichmäßiges komfortables Mähen auch bei hochdynamischen Lastwechseln und Reduzierung des Energieverbrauchs, da der Verbrennungsmotor dauerhaft in einem ökonomischeren Arbeitspunkt betrieben werden kann.

Prof. Dr.-Ing. Hermann Koch-Gröber

Prof. Koch-Gröber arbeitet an einer Umsetzung des "Spritsparens durch Segeln". Hierbei wird der Motor während der Bergabfahrt abgeschalten und spart somit Sprit.

Als Projektpartner sind die Firmen GETRAG, Ipetronik und RA Consult sowie das IPEK (Institut für Produktentwicklung) des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) beteiligt.

Projektbeschreibung

Einen ausführlichen Bericht zum Projekt lesen Sie in der August 2014 Ausgabe "Spektrum der Wissenschaft"

und in der Stuttgarter Zeitung vom 14.11.2014

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Prof. Dr.-Ing. Hermann Koch-Gröber, Prof. Dr.-Ing. Raoul Daniel Zöllner

Prof. Dr.-Ing. Heinz Frank

Betankung von Elektrofahrzeugen aus regenerativen Energieerzeugern

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Prof. Dr.-Ing. Klemens Flick, Prof. Dr.-Ing. Markus Groebel

Um Betreibern von Biogasanlagen die Aufreinigung von Biogas zu Erdgas zu ermöglichen, soll im Rahmen dieses Projektes eine kostengünstige Aufreinigungsmöglichkeit auf Basis einer Firmen*-Technologie ermöglicht werden.

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