März 2016: Grundsteinlegung für das Otto-Rettenmaier-Forschungslabor 

- neueste High-Tech-Anlagen ab Wintersemester 2016/17 - Industrie 4.0 als Themenschwerpunkt

Otto Rettenmaier, Susanne Rettmaier, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schröder ( Rektor der Hochschule Heilbronn)
Otto Rettenmaier, Susanne Rettenmaier, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schröder

Heilbronn, März 2016. Der Unternehmer Otto Rettenmaier ließ es sich nicht nehmen, das nach ihm benannte, fakultätsübergreifendes Forschungszentrum am 1. März 2016 zusammen mit seiner Tochter Susanne einzuweihen. Die Heilbronner Forscher am Campus Heilbronn – Sontheim zeigten dabei neueste High-Tech-Anlagen aus dem Bereich Robotik und Automation.

Derzeit laufen in der ehemaligen Interims-Mensa die Umbaumaßnahmen, die Otto Rettenmaier mit 200.000 Euro anteilig unterstützt. Zum Wintersemester 2016/17 soll das Forschungslabor in Betrieb genommen werden. Auf der 270 m² großen Forschungsfläche siedelt die Fakultät Mechanik und Elektronik publikumswirksame High-Tech-Anlagen an, die unter anderem für die Erforschung von Fragestellungen zum Thema 4.0 eingesetzt werden. „Wir führen fakultätsübergreifenden Lehre und Forschung an einem präsentablen Zentrum für Robotik und Automation zusammen, um die damit verbundene Technik der Öffentlichkeit sichtbar zu machen“, erklärt der verantwortliche Ingenieur, Georg Wörle.

HHN_Modulares Produktions-System von FESTO

Neue Anforderungen durch Industrie 4.0
Dazu gehört die Modellfabrik von Festo Didactic, an der die Studierenden Mensch-Maschine-Interaktionen untersuchen können. Das Phänomen, das landläufig als Industrie 4.0 bezeichnet wird, beschreibt einen Wandel, der in vielen Bereichen neue Anforderungen an Produktionssysteme, Maschinen und damit an Menschen stellt. Es geht dabei darum, in den Bereichen Fertigungstechnik und Logistik „intelligente Konzepte“ zu entwickeln. Eine Maschine könnte künftig selbst Nachschub für ihre Bauteile anfordern. Die Hochschule Heilbronn und die Firma Festo treten dabei als Partner auf, um z. B. über Regelungs- und Sensorkonzepte Lösungen und Technologien für die Produktion der Zukunft zu erforschen.

Über den Fahrsimulator „Hexapod“, eine räumliche Bewegungsmaschine mit sechs Antriebselementen, lernen Studierende, wie sich dynamische Bewegungen optimieren lassen. Der Simulator besteht aus einer beweglichen Plattform mit aufgesetztem Fahrzeug. Anhand dieses Modells können die Wissenschaftler sogenannte Vertrauensmechanismen zwischen automatisierten und teilautomatisierten Systemen identifizieren und weiterentwickeln.

Lösungsorientierte Forschung
„Es ist perfekt, dass verschiedene Fachgebiete im Otto-Rettenmaier-Forschungslabor zusammenarbeiten“, so Susanne Rettenmaier bei der Grundsteinlegung. „Vor allem mittelständische Unternehmen seien darauf angewiesen, dass Wissenschaftler gemeinsam an Projekten arbeiteten und dadurch auch hochqualifizierte Arbeitskräfte anziehen, die ihr Wissen in die Wirtschaft tragen.“

Die Hochschule Heilbronn ist für ihre lösungsorientierte Forschung sehr gut aufgestellt. Sie konnte ihre eingeworbenen Forschungsgelder 2015 verdoppeln und dadurch eine Grundstruktur an gut ausgestatteten Laboren sicherstellen. Für deren Weiterentwicklung ist sie auf Aufträge von Unternehmen angewiesen. Studierende haben an der Hochschule Heilbronn den Vorteil, dass sie von Professorinnen und Professoren, die direkt aus der Wirtschaft kommen lernen und ihr Wissen unmittelbar ausprobieren und weiterentwickeln können. Das Otto-Rettenmaier-Forschungslabor wird die Exzellenz der Hochschule auf dem Gebiet lösungsorientierter Forschung im Bereich Industrie 4.0 fördern.

Bild: Modulares Produktions-System von FESTO


Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit rund 8.300 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 47 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die enge Kooperation mit Unternehmen aus der Region und die entsprechende Vernetzung von Lehre, Forschung und Praxis werden in Heilbronn großgeschrieben.

Weitere Informationen: Dipl.-Ing. Georg Wörle, Hochschule Heilbronn,
Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 07131-504-658
E-Mail: georg.woerle@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de/t1

Pressekontakt Hochschule Heilbronn:
Dr. Simone Scheps (Kommunikation und Marketing),
Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 07131-504-499,
E-Mail: simone.scheps@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de