Deutsches Institut für unternehmensbezogene Prognosemodelle und Potenzialanalysen


Das „Deutsche Institut für unternehmensbezogene Prognosemodelle und Potentialanalysen“ ist ein Forschungsinstitut an der Hochschule Heilbronn, mit dem Ziel in Kooperation mit der Wirtschaft, anderen Hochschulen und Instituten/ Verbänden gemeinsam Forschung und Erfahrungsaustausch in den Themenbereichen Prognosemodelle und Potenzialanalysen für Unternehmen zu betreiben und die Ergebnisse teilnehmenden und interessierten Unternehmen zugänglich zu machen. Im Kern geht es darum, das Wissen über bestehende methodische Ansätze zu teilen.

Die Aktivitäten sind deutschlandweit ausgerichtet, da fortgeschrittenes Know-how in diesem Bereich eher bei größeren Unternehmen zu finden ist.

Gründer:

• Prof. Dr. Rainer Schnauffer, Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung, Hochschule Heilbronn, Standort Heilbronn, Institutsleiter

• Prof. Dr. Joachim Löffler, Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung, Hochschule Heilbronn, Standort Heilbronn

• Prof. Dr. Oliver Schwarz. Fakultät Management und Vertrieb (Industrie), Standort Schwäbisch Hall

Das Institut steht aber allen Kollegen der Hochschule offen, die in diesem Gebiet ein Interesse haben und entsprechende Forschung betreiben wollen.

Relevanz des Themas:

• Unternehmen benötigen für ihre Planung Prognosemodelle. Typische Größen, die prognostiziert werden sollen, sind Umsatz, Absatz, Auftragseingang sowie Marktvolumina. Manche Unternehmen waren aufgrund fehlender Instrumentarien in den Krisen der vergangenen Jahre existenziell gefährdet, andere konnten aufgrund der Frühwarnsysteme mit Vorlauf ihr Krisenmanagement planen und ihr Überleben sichern.

• Bestehende Ansätze in den Unternehmen sind häufig einfach strukturiert und oft nur qualitativ. Die Prognosegüte ist somit eingeschränkt. Aufgrund der steigenden Volatilität der Märkte ist die Relevanz für fortgeschrittene Methoden und deren bessere Qualität deutlich gestiegen.

• Für die Internationalisierung werden die Potenziale einzelner Märkte für die effiziente Ressourcenallokation benötigt. Marktpotenziale werden von Unternehmen meist nicht auf Basis fundierter Datenanalysen recherchiert.

Aufgaben und Ziele des DIUPP:

• Das Institut soll Transparenz über die am Markt befindlichen Methoden und deren Einsatz schaffen. Zudem soll über die situative Eignung der unterschiedlichen Ansätze geforscht werden.

• Ein Benchmarking der Ansätze in der Praxis und die somit verbundene Wissensdistribution ist wesentliche Aufgabe des Instituts.

• Deutschlandweit (daher „Deutsches Institut“ ) sollen die mutmaßlich am weitesten fortgeschrittenen Unternehmen (Großunternehmen) in einem Arbeitskreis zusammengefasst werden, dort ihr Vorgehen präsentieren und entsprechend diskutieren.

• Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen (Ökonometrie/ Statistik, Datamining, Psychologie, Datenschutz, etc. ) sollen neueste Erkenntnisse vortragen, um damit wiederum die in den Unternehmen eingesetzten Verfahren anzureichern.

• Der Informationszugang zu notwendigen Basisdaten für Prognosen und Marktpotentialanalysen ist häufig intransparent und teuer. Hier soll das Know-how aller Beteiligten eingebracht und Hilfe bei der Suche nach relevanten Daten zur Verfügung gestellt werden.

Status Quo:

• Eine umfangreiche Studie zum Status Quo angewandter Prognosemethoden in deutschen Großunternehmen ist in Arbeit. Die Studie soll zum Start des Instituts veröffentlicht werden.

• Das Institut will eine Plattform zum Austausch bieten und einen Erfahrungskreis anbieten. Derzeit haben 20 interessierte Unternehmen ihre Teilnahme zugesagt.

• Der notwendige Aktivitätslevel für ein Institut der HS Heilbronn ist also schon jetzt gewährleistet.

Expertise:

Die Gründer des DIUPP greifen auf eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich zurück und sind sowohl methodisch, als auch in den Bereichen der Datenbeschaffung und der Projektdurchführung erfahren.

Prof. Dr. Schnauffer:

Hat in den letzten zwei Jahrzehnten zu den oben genannten Problemstellungen vielfältige Projekte mit namhaften Unternehmen durchgeführt, darunter Bosch, Wittenstein, Trumpf Werkzeugmaschinen, Murr Elektronik, ebm pabst, etc.

Prof. Dr. Löffler:

Mit seinem juristischen Hintergrund sorgt er bei den Projekten für die notwendige datenschutzrechtliche Basis, insbesondere bei Konsolidierungen von Datensätzen.

Prof. Dr. Schwarz:

Als erfahrener Ökonometriker bringt er seine langjährige Erfahrung in das Institut ein und hat zahlreiche Projekte im praxisnahen Kontext begleitet.