GECKO Institut für Medizin, Informatik und Ökonomie

Forschungsbereiche

Die Mitglieder des Forschungsinstituts sind in folgenden Bereichen tätig:

eLearning in Medicine

eLearning bezeichnet allgemein sämtliche Formen des Lernens mit Unterstützung von elektronischen Medien. Besonders reizvoll sind diese Techniken in der Medizin. "Virtuelle" Patienten können Studierenden eine praxisnahe Aus-, Weiter- und Fortbildung und Prüfung ermöglichen. Wie in einem Flugsimulator können werdende Ärzte in einer virtuellen Arztpraxis "trainieren".

Die CAMPUS-Software ist ein solches realitätsnahes, interaktives, fallbasiertes und multimediales Lernprogramm.

Forschungs- und Entwicklungsprojekte zum Thema eLearning in der Medizin und im Gesundheitswesen werden am CeLTech-Lab e-Learning in Medicine unter der Leitung von Dr. Martin Haag durchgeführt. Das CeLTech-Lab wurde von den Centres for e-Learning Technology der Universität des Saarlandes und dem GECKO-Institut 2011 gegründet.

Gesundheitsökonomie

Die gesundheitsökonomische Analyse von neuen Medikamenten gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Akteure des deutschen Gesundheitswesens, da sie mittlerweile gesetzlich verankert ist.
Gesundheitsökonomische Folgenabschätzungen verlangen zuverlässige Prognosen über zukünftige Auswirkungen von Gesundheitsentscheidungen. Dies benötigt Computersimulationsmodelle zur Prognose zukünftig erwarteter Erkrankungsverläufe und ihrer Kosten.

Die PROSIT Disease Modelling Community entwickelt solche Simulationsmodelle und beschreitet damit neue Wege in der Gesundheitsökonomie, denn noch nie war die Entwicklung so transparent und nachvollziehbar.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Wendelin Schramm

Mensch-Computer-Interaktion

Der Forschungsbereich Mensch-Computer-Interaktion beschäftigt sich mit der strukturierten Entwicklung von gebrauchstauglichen und aufgabengerechten Benutzungsschnittstellen. Im Fokus der Aktivitäten steht die Anwendung von Usability-Engineering Prozessen nach DIN EN ISO 9241-210. Forschungsaktivitäten beschäftigen sich u.a. mit der modellbasierten Entwicklung von Benutzungsschnittstellen, der Formalisierung von Usability-Wissen sowie mit modernen Interaktionsmöglichkeiten (bspw. Multitouchsysteme, Gestenbedienung, Brain-Computer-Interfaces).

Ansprechpartner: Prof. Dr. Gerrit Meixner

Geschäftsprozesse

Die Steuerung und Optimierung von Prozessen im Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren eine rasch wachsende Bedeutung erlangt. Die Anwendungsfelder erstrecken sich von Pflegeprozesse, über medizinische Leitlinien und Patientenpfade bis hin zu den logistischen und ökonomischen Unterstützungsprozessen. Im Qualitätsmanagement und der Zertifizierung von Krankenhäusern hat die Beschreibung und ständige Verbesserung von Prozessen eine zentrale Bedeutung.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Christian Fegeler

Consumer Health Informatics

Consumer Health Informatics ist noch ein recht junges Forschungsgebiet. Wo sich die klassische Medizinische Informatik an die ausgebildeten Fachkräfte des Gesundheitssektor wendet, richtet sich die Consumer Health Informatics an den mündigen Patienten, der sich selbst über mögliche Krankheitsbilder und -verläufe informiert. Wie können solche neuen Informationssysteme entwickelt werden? Worin liegen die Besonderheiten in der Bedienung?

Der TULUM Health Explorer zeigt wie komplizierte medizinische Zusammenhänge auf einfache grafische Weise selbst einem medizinischen Laien dargebracht werden können.
Ansprechpartner: Dipl.-Inform. Med. Martin Wiesner