Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement (BM)

Exkursionen

Ein Exkursionsleiter und 18 Studenten auf Mission im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Die Erkenntnisse sind vielfältig: Nämlich, dass Sanddünen nicht unterschätzt werden sollten, das amerikanische Marketing anders tickt und Soft Skills wahre Karriere-Booster sein können.

USA

„Du weißt nicht, wann du jemals wieder diese Chance bekommst. Also greifst du zu“, sagt Tom Hormann. Für den 26-Jährigen ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Schon immer hatte der Marketingstudent der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau vor, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen. Endlich hat es geklappt.

Elf Tage lang durchquerte er zusammen mit Professor und Kommilitonen die Bundestaaten Illinois, Indiana, Michigan und Kentucky. Mehr als 2032 Kilometer legten sie dabei in einer Auto-Kolonne zurück und waren beinahe jeden Tag in einer anderen Stadt. Doch was war die Mission? Worum ging es bei der Exkursion genau? Land und Leute kennenzulernen war das Eine. Alles immer wieder mit Blick durch die Marketingbrille zu beobachten, das Andere. Was machen die Amerikaner anders? Worin unterscheidet sich das deutsche und amerikanische Marketing? Diese Aufgabe galt es für die Studenten herauszufinden.

Praxiserfahrung konnte Tom Hormann bereits in einem Crowdfunding-Projekt für das deutsche Clown-Museum gewinnen. Er ist der Meinung: „Es wird viel mit Effekthascherei gearbeitet. Design und Slogan der Werbeplakate sollen den Kunden gezielt auf der emotionalen Ebene erreichen.“ In Deutschland wird da wesentlich sachlicher argumentiert. Sein schönstes Erlebnis war neben den vielen Sehenswürdigkeiten Chicagos und dem Festivalbesuch in Glen Arbor, der Besuch an der Universität von Louisville. „Steckt schon viel mit Prestige dahinter“, merkt er an, „es war aufregend.“

Studentin Susan Bakis sagt: „Die Reise ist für uns Studenten eine große Bereicherung. Besonders im Marketing sind uns die Amerikaner oft Nasenlängen voraus und Vorreiter für zahlreiche Trends.“ Da ist es gut, sich von den Experten auf der anderen Seite der Welt, für zukünftige Vorhaben inspirieren zu lassen. „Mir ist aufgefallen, dass die Werbeintensität in den USA deutlich höher ist, als in Deutschland“, so Bakis weiter. Im heimischen Germany habe man das Gefühl, mit Werbung regelrecht „zugepflastert“ zu werden. Doch in Amerika nimmt es noch mal ganz andere Dimensionen an. Auf den amerikanischen Highways zum Beispiel, ist ein riesen Werbeplakat, nach dem anderen zu sehen. Und nicht selten werben darauf Ärzte und Anwälte für ihre Dienstleistungen. In Deutschland wäre das in diesem Umfang kaum vorstellbar.

Die Wanderung in den „Sleeping Bear Dunes“ als besondere Teambuilding-Maßnahme wird Bakis auch nicht so schnell vergessen. Es war ein zügiger Marsch in kleinen Gruppen. Bei 34 °C, praller Sonne und bis zu 140 Meter hohen Sanddünen marschierten die Studenten rasch bergauf, bergab. Solange, bis sie den Michigiansee erreicht haben, einen Becher mit Seewasser füllten und diesen möglichst randvoll gefüllt, wieder zum Startziel zurückgebracht haben. Hört sich einfach an, doch das war es nicht immer. „Für viele von uns war es eine große Herausforderung.“ Mentale Ausdauer und Belastbarkeit waren bei dieser Aufgabe ebenso gefordert, wie eine gute körperliche Konstitution. Und schnell wurde klar, wer die Gruppe motiviert, führt und zu Höchstleistungen anspornt. Wer sich lieber auf die kurzfristige Umsetzung konzentriert, anstatt sich eine Strategie für den gesamten Weg zu überlegen. Wer beratend zur Seite steht oder sich doch einfach mitreißen lässt. „Am Ende war ich stolz, dass ich es geschafft habe“, so Bakis.

Im Rahmen des Teamtrainings und des exkursionsbedingten Zusammenseins sollen sogenannten „Soft Skills“ gefördert werden. Also die „weichen Eigenschaften“ wie Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie Kooperationsbereitschaft. Soft Skills sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Karriere und gelten in der Arbeitswelt als Schlüsselqualifikation. Sie umfassen alle Fähigkeiten, die über die fachlichen Kompetenzen hinausgehen. Dem Exkursionsleiter ist dabei wichtig: „Die Studenten sollen durch die neu gewonnenen Erfahrungen in der Lage sein, Andersartigkeit nicht zu bewerten, sondern zu verstehen und zu tolerieren“, erklärt Dr. Bodo Wilmes, Professor für Internationales Management an der Reinhold-Würth-Hochschule, Künzelsau.

Deswegen findet Caterina Landwehr die internationale Ausrichtung ihres Studiengangs auch sehr gelungen. Im Studiengang werden weitere Exkursionen nach China oder wie die "International Marketing Week" angeboten. „Da ist einfach für jeden was dabei“, sagt Landwehr begeistert. Aktuell schreibt sie bei der Verlagsgruppe Rhein Main in Mainz ihre Abschlussarbeit. Für sie bedeutete die Exkursion das Highlight des Studiums. „Die familiäre Atmosphäre und das gute Verhältnis zu den Dozenten werden mir immer in positiver Erinnerung bleiben.“

„Doing Business in China“

china

Im März bekamen 19 Studierende des 6. Semesters des Studiengangs Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement zwei Wochen lang die Gelegenheit, die 15 Mio. Einwohner-Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas kennenzulernen. Die Exkursion stand unter dem Motto „Doing Business in China“ und wurde von der Agentur „InternChina“ bestens vorbereitet und durchgeführt. Neben einem täglichen Chinesisch-Intensivkurs an einer Language School vor Ort wurden zahlreiche Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen besichtigt, von Spiele-Software-Herstellern über ein Biochemie-Institut bis hin zu diversen hochtechnisierten verarbeitenden Unternehmen in Chengdu. Dabei sollten die Studierenden die Eindrücke und Erfahrungen während der Exkursion mit Blick auf die kulturellen Besonderheiten reflektieren, die sich für das Marketing in China ergeben. Die typischen Do’s and Don’ts, die im Geschäftsleben und im privaten Bereich zu beachten sind, sollten herausgearbeitet werden, um im Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern erfolgreich zu sein. Während des gesamten Aufenthalts waren die Studierenden bei chinesischen Gastfamilien untergebracht.

Kulturelle Highlights waren neben der Verkostung der sehr scharfen Sichuan-Küche auch eine Vorstellung in der bekannten Sichuan-Oper, der Besuch der Panda-Aufzuchtstation und eine Wanderung zum Heiligen Berg Emei Shan mit Übernachtung in einem buddhistischen Tempel.

Die Exkursion wurde zum Teil aus Mitteln der Würth-Stiftung unterstützt. Auf Grund des großen Erfolgs ist geplant, die China-Exkursion zukünftig als weiteren regelmäßig angebotenen Baustein im Internationalisierungsprozess des Studiengangs Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement zu etablieren.


Künzelsauer Marketingstudierende schnuppern Praxisluft in Hamburg

Hamburg

Ende Mai waren 16 Studierende des 6. Semesters Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Link auf Exkursion in Hamburg. In Vorbereitung auf den Berufseinstieg konnten die Studierenden erste Eindrücke von zukünftigen Arbeitgebern gewinnen und wertvolle Kontakte knüpfen. So öffneten u.a. der Spiegel Verlag, die Stage Entertainment Germany, Veranstalter und Vermarkter großer Musicals wie z.B. Mamma Mia oder König der Löwen, und die Kreativagentur Jung von Matt und ihre Türen. Jung von Matt gewährte den Studierenden Einblicke in ihr "Wozi", Deutschlands häufigstes Wohnzimmer, dass zum Zweck der Zielgruppenforschung verwendet wird, und erklärte, wie Marketingkampagnen im Haus durchgeführt werden. Außerdem stand ein Besuch der Holsten Brauerei an, die heute zum Carlsberg Konzern gehört. Dort gab es einen Einblick in die Vermarktung des Szene-Biers "Astra".

Weitere gemeinsame Aktivitäten wie z.B. der Besuch des Musicals "Rocky" machten den Besuch in Hamburg perfekt.

ZDF Mainz-Lerchenberg

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Wie Fernsehen gemacht wird, haben Künzelsauer Studierende beim Besuch des ZDF Sendezentrums in Mainz direkt vor Ort erfahren. Eine Mitarbeiterin der Zuschauerredaktion führte kompetent und informativ einen Mittag durch den Sendebetrieb. Erklärt wurde die Studio- und Kameratechnik, die Bild- und Tonregie und auch ein Besuch des Fernsehgartens stand auf dem Programm. Besonderes Highlight war, dass die Studierenden bei dem Live Teaser für die Drehscheibe mit Moderator Tim Niedernolte als Publikum dabei sein konnten.

Zu Gast beim DSV

dsv

Ende des Jahres führte uns eine spannende Exkursion zum Deutschen Sparkassenverlag nach Stuttgart Vaihingen.Wir haben gelernt, dass der DSV nur noch dem Namen nach ein Verlag ist, in Wirklichkeit jedoch als Multichannel-Dienstleister die deutschen Sparkassen mit allen Kommunikationsdienstleistungen unterstützt. Ob TV-Spots, Events, QR-Codes oder Mobile Services, hier ist der Think Tank, wo sämtliche Maßnahmen von über 1.000 Mitarbeitern entwickelt werden. Beim gemeinsamen Mittagessen kam auch der Spaß nicht zu kurz. Wir freuen uns, die DSV-Gruppe in den Kreis unserer Unternehmenspartner aufnehmen zu können.