Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement (BM)

Studien- und Projektarbeiten

Entwicklung eines Bieres für den Studiengang „Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement“ in Kooperation mit der Distelhäuser Brauerei

Analyse des deutschen Biermarktes, Brauen des Studiengangbieres bei der Distelhäuser Brauerei, Entwurf des Flaschenetiketts, Durchführung eines Produkttests, Abschlussfeier und Verkostung

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Der Grill wird angezündet, die Kronkorken fliegen – es herrscht eine ausgelassene Stimmung unter den Studierenden des Studiengangs Betriebswirtschaft, Marketing und Medienmanagement (BM). Diese Veranstaltung markiert den erfolgreichen Abschluss eines praxisnahen und spannenden Studienprojektes.

Anstoß für das Projekt „Studiengangbier“, dass im April des Jahres mit einer Analyse des deutschen Biermarktes begann, war der 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes beim Bierbrauen. In der Analyse wurden aktuelle Trends sowie das Konsumverhalten der unterschiedlichen Zielgruppen im Markt analysiert und ausgewertet. Die Bedürfnisse der Zielgruppe der Studierenden des Studiengangs bildeten den Ausgangspunkt für die geschmacklichen Vorgaben an das Bier sowie die gestalterische Umsetzung der Flasche. Ziel war die Entwicklung eines untergärigen, süffigen Bieres, das vor allem die weiblichen Studierenden ansprechen sollte. Mit diesem Produktkonzept im Gepäck machten sich die Studierenden gemeinsam mit dem betreuenden Professor Joachim Link auf den Weg in die Distelhäuser Brauerei. Im Braukeller wurden die Teilnehmer von zwei erfahrenen Braumeistern empfangen und in die Kunst des Bierbrauens eingewiesen. In enger Zusammenarbeit mit den Studierenden entstand ein auf die Zielgruppe zugeschnittenes Craft Bier. Darüber hinaus erhielten die Studierenden eine Führung durch die gesamte Produktionsanlage und konnten so einen Einblick in die Herstellung sowie Distribution eines Bieres erlangen.

Eingehende Prüfung von Etikett, Farbe und Geschmack

Die Zeit während des sechswöchigen Gärungsprozesses wurde dazu genutzt, um sich mit der Gestaltung des Flaschenetiketts auseinander zu setzen. „Unter mehreren Entwürfen haben wir uns letztlich für ein exklusiv wirkendes Design entschieden, dessen gestalterische Grundlage einem Kronkorken nachempfunden ist“, fasst die Studierende Alice Hopf die Entscheidung des Projektteams zusammen. Bevor das Studiengangbier für die Verkostung an der Abschlussveranstaltung bereit war, musste es einem umfangreichen Produkttest unterzogen werden. Sowohl Etikettendesign als auch Farbe und Geschmack wurden auf Hopfen und Malz geprüft.

Studiengang-Joghurt versus Studiengang-Gesichtscreme

Die Beteiligten blicken auf ein lehrreiches Projekt zurück und bedanken sich herzlich bei der Distelhäuser Brauerei für die umfangreiche Unterstützung des Projektes. „Wir konnten an einem praktischen Beispiel die verschiedenen Schritte im Produktentwicklungsprozess durchführen – und wer hat schon in seinem Studium die Gelegenheit, sein eigenes Bier zu brauen“, so André Lämmer, einer der beteiligten Studierenden. Aufgrund des erfolgreichen Projektverlaufs soll diese Form der Veranstaltung auch zukünftig fortgesetzt werden. „Wer weiß, vielleicht wird es beim nächsten Mal ein Studiengang-Joghurt oder eine Studiengang-Gesichtscreme“, schmunzelt Professor Link.

Jeder Joghurt ein Unikat

Produktmanagement im Praxisprojekt: Künzelsauer Studierende kreieren eigenen Joghurt mit Jagsttaler Hofmolkerei
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Los ging’s im Sommersemester 2016 mit dem „Studiengangs-Bier“. Kontakte des Professors brachten den ersten Partner: Die Distelhäuserbrauerei erklärte sich bereit, gemeinsam mit den Künzelsauer Studierenden im Studiengang „Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement ein Bier herzustellen. Das Produkt war nicht für den Verkauf vorgesehen, wurde aber von der Hohenloher Zeitung mit einem Artikel im Juli 2016 gewürdigt. Noch am selben Tag erreichte Professor Link ein Anruf von Sven Gruschka vom Milchhandwerk Marlach, kurz MHM. Er hatte den Artikel zum Studiengangs-Bier beim Frühstück gelesen und war von der Idee begeistert, mit den Studierenden eigene Joghurtsorten zu kreieren. Erst vor knapp zwei Jahren ist das Milchhandwerk Marlach, geführt durch seine Frau, Karin Reuther-Gruschka, in die Joghurtproduktion eingestiegen und vertreibt die Produkte mittlerweile in acht Geschäften, vor allem in kleinen Dorfläden der Region. Außerdem kann man den Joghurt direkt vor Ort beim Milchhandwerk erstehen. „Wir haben uns ganz spontan zu der Aktion entschieden, vor allem, weil es Spaß macht, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten und weil wir uns ein Feedback von den angehenden Marketing-Fachkräften erhofften“, sagt Hobby-Milchhandwerker Gruschka, der hauptberuflich im Arbeitsschutz-Vertrieb tätig ist. Das Milchhandwerk Marlach hat das Projekt „Studiengangs-Joghurt“ mit der Produktion und den nötigen Zutaten unterstützt.

„Beim Produktentstehungsprozess waren wir sehr sportlich unterwegs“, erzählen Anja Klein und Inga Pietsch, die beide im vierten Semester Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement studieren. Im September 2016 kam der Kurs erstmals zusammen. Am 17. November 2016, pünktlich zur Nacht der Hochschule, standen 160 Kilo Joghurt in rund 800 Bechern bereit. Wie hat das funktioniert? „Wir haben in den vier Teams Marktforschung, Etiketten, Produkttest und Kommunikation gearbeitet und den kompletten Wertschöpfungsprozess begleitet“, sagt Anja Klein. „Viel mehr Arbeit als gedacht“, ergänzt ihre Kommilitonin Inga Pietsch. Dabei hätten sie vor allem erkannt, welcher Wert in dem Milchprodukt tatsächlich steckt

Bratapfel, Zimtstern und Mandarine sind die Favoriten

Besonders wichtig ist es, immer von der Zielgruppe aus zu denken“, erläutert Professor Link. Die war in dem Fall eine junge, weibliche – wie auch im Kurs selbst. In enger Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Gruschka erarbeiteten die Künzelsauer drei Joghurtsorten. Sie sollten sowohl der Zielgruppe schmecken, als auch zur Jahreszeit Herbst/Winter passen. Zimtstern, Bratapfel und Mandarine waren die Sieger der Produktkonzepte.

Nach der vorbereitenden Arbeit am Campus reisten 15 Studierende nach Marlach. Ausgestattet mit Hygienekleidung, machten sie sich daran, den Joghurt abzufüllen. 800 Becher in drei Stunden – kein schlechtes Ergebnis. Eine große Hilfe waren Karin Reuther-Gruschka und Ihr Mann Sven, die bei jedem Produktionsschritt dabei waren.

Mundpropaganda bringt Studierende nach Künzelsau

Und was treibt den Professor an? „Die Studierenden sollen etwas lernen, dabei Spaß haben und ein Ergebnis sehen“, so beschreibt Joachim Link seine Motivation. „Wenn sich ein Absolvent bei mir bedankt ist das ein tolles Gefühl“. Die Mundpropaganda hat laut Link einen entscheidenden Anteil, wenn sich Schulabgänger für den Studiengang Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement entscheiden. „Dafür brauchen wir tolle Beispielprojekte, die eine Signalwirkung haben. Mit dem Milchhandwerk Marlach hatten wir einen idealen Partner.“

Professor Link möchte sein Projekt wiederholen und sucht bereits neue Kooperationsangebote aus der Hohenloher Wirtschaft. Für Anja Klein und Inga Pietsch geht es demnächst ins Praxissemester. Die beiden sind sich sicher, das richtige Studienfach gewählt zu haben – und mit Joachim Link einen engagierten Professor, der Praxisnähe am Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn in die Realität umsetzt. Der Campus-Joghurt ist übrigens bereits vertilgt – trösten kann man sich mit den anderen regionalen Milchprodukten in Marlach vor Ort.

Studierende bewerten Social-Media-Potentiale für das internationale Modeunternehmen JOOP!

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Wie kann man Social Media in der Modebranche richtig nutzen? Wie kann man eine junge, social-media-affine Zielgruppe für ein Modelabel begeistern? Mit diesen und anderen Fragen setzten sich sechs Studierende des Bachelor-Studiengangs Betriebswirtschaft, Marketing und Medienmanagement der Reinhold-Würth-Hochschule - Campus Künzelsau - im Rahmen ihres Praxisseminars auseinander.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Marcus Meyer arbeiteten sie ein Semester lang mit der bekannten Mode- und Lifestylemarke JOOP! daran, für das Unternehmen fundierte und zielführende Hinweise zur optimalen Nutzung der sozialen Medien zu entwickeln.

Anfang Februar 2017 reiste die Gruppe aus Künzelsau dann nach Kreuzlingen (CH) an den Bodensee in die Zentrale der HOLY Fashion Group, zu der neben den Modemarken Windsor und Strellson auch JOOP! gehört. In der 60-minütigen Endpräsentation zeigten die Studenten die Ergebnisse der dreimonatigen Analyse und gaben dem Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen, um die Möglichkeiten der neuen Medien optimal auszuschöpfen. Die Ansprechpartner von JOOP! waren sehr angetan von der hohen Qualität der Präsentation sowie der Ergebnisse und bedankten sich für die Vorschläge und Empfehlungen.

Anschließend folgte ein Rundgang durch die Zentrale der HOLY Fashion Group, bei dem die Studierenden spannende Einblicke in die komplexe Arbeit der Modellmacher, Designer, Einkäufer sowie der Marketing- und Lizenzmitarbeiter des Modelables erhielten.

Studierende präsentieren Website-Konzept für Weingut in Valencia

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Wie sieht die perfekte Website eines Weinguts in Spanien aus? Diese Frage stellten sich fünf Studenten des Bachelor-Studiengangs Betriebswirtschaft, Marketing und Medienmanagement der Reinhold-Würth-Hochschule, Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn. Unter der Leitung von Professor Dr. Marcus Meyer arbeiteten sie im Rahmen des Studienabschlussprojekts erfolgreich mit dem spanischen Weingut Vicente Gandía sowie Professor Dr. José Martí von der Universidad Europea de Valencia zusammen. Das Ziel: dem Praxispartner interessante Informationen über den deutschen Weinmarkt liefern und Handlungsempfehlungen für die Anpassung der deutschen Website des Weinguts an die nationalen Gegebenheiten ableiten.

Exkursion nach Valencia

Ende Juni kehrten die Studenten von ihrer fünftägigen Exkursion aus der spanischen Küstenstadt zurück. Die Präsentation der Handlungsempfehlungen, der die beiden Professoren sowie Vertreter der Marketingabteilung von Vincente Gandía beiwohnten, fand in der valenzianischen Universität statt. Im Rahmen der Präsentation zeigte das Studententeam den Zuhörern verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten der Website auf. Außerdem präsentierten sie in spanischer Sprache relevante Ergebnisse aus der durchgeführten Studie zum Weinmarkt in Deutschland. Der Praxispartner und die Professoren waren von der Präsentation der Studierenden beeindruckt und lobten die sehr hohe Qualität der Ausarbeitung.

Um sich für die fundierten und praxisorientierten Handlungsempfehlungen zu bedanken, die in monatelanger Arbeit auf Basis einer Online-Befragung sowie einer Eye-Tracking-Studie erarbeitet wurden, lud Professor Martí die Gruppe auf eine kulinarische Reise in die valenzianische Tapas-Welt ein.

Auch sonst hatten die Studenten Zeit, um die Küstenstadt auf eigene Faust zu erkunden und das wunderbare Wetter am Strand zu genießen. Als Ergebnis des Studienabschlussprojekts nehmen die Studenten den Erfolg sowie wichtige Erfahrungen aus der Praxiswelt der neuen Medien und im Umgang mit internationalen Partnern mit.

Reinhold-Würth-Hochschule mitTrickfilm„Schabernack“ auf erstem Platz

Vier Studierende setzen sich mit Stop-Motion Video
gegen 41 Konkurrenten durch

Mit diesem Erfolg haben die vier Nachwuchsregisseure aus dem Studiengang Betriebswirtschaft, Marketing und Medienmanagement der Hochschule Heilbronn am Campus Künzelsau kaum gerechnet. Silke Baier, Simone Reich, André Schiemer und Marius Schneck gewannen souverän mit stolzen 1.598 Stimmen den vom Süßwaren Hersteller HARIBO ausgerufenen Wettbewerb. Dieser forderte deutschlandweit zum Stop-Motion Contest auf. Thematisch sollte sich die Wirkung der Marke HARIBO auf Studierende, also der potenziellen Zielgruppe, widerspiegeln. Prof. Dr. Marcus Meyer stellte das Projekt seinem Semester zur Wahl und gab den Machern mit Heike Findeisen eine Medienfachfrau als Projektbetreuerin zur Seite. Das Team aus Künzelsau maß sich mit hochkompetenter Konkurrenz: bei den 42 teilnehmenden Hochschulen belegte „Die Rache der Gummibären“ der Bauhaus-Universität Weimar mit 1461 Stimmen Platz zwei gefolgt von „Keep Rolling“ der Hochschule Ostwestfalen-Lippe mit 1046 Stimmen.

Stop-Motion: Jedes Gummibärchen von Hand bewegt. Die ersten Überlegungen zum Film begannen schon im März dieses Jahres. Nach der Ausarbeitung des Storyboards und Exposés mit dem Arbeitstitel „Student der schläft“ wurden die ersten Testszenen fotografiert. Schon zu diesem Zeitpunkt merkten die jungen Regisseure, dass mehr Arbeit auf sie zukam, als zunächst angenommen. Jedes einzelne Gummibärchen musste von Hand bewegt und nach jeder Veränderung eine Aufnahme gemacht werden. Aneinander gereiht ergaben die Bilder dann den Stop-Motion-Film. Nach einigen hundert Bildern war Routine eingekehrt und die Szenen wurden mit ca. 3000 Fotos und Soundhighlights sowie Effekten fertiggestellt. „Das war ein enormer Aufwand, der sich aber gelohnt hat“ freut sich Silke Baier und bedankt sich bei allen Unterstützern.

Pünktlich zum Start des Wettbewerbs am 25. Juli 2011 bekam das Filmteam auf Anhieb die meisten Votings über die Hochschule, persönliche Kontakte und Internetforen - und sie gaben diese Führung in den zwei Wochen der Abstimmungszeit nicht wieder ab.

Die Mühen wurden am 5. August Punkt 12.00 Uhr mit dem Siegertreppchen belohnt. „Das wird noch gefeiert, dafür werden die 5000 € Prämie angebrochen und der Rest redlich geteilt“ freut sich Marius Schneck. Zusätzlich bekommt der Film einen Ehrenplatzauf der HARIBO-Homepage.