Hochschulkommunikation 

Forschungsergebnisse zur Digitalisierung in Heilbronn-Franken: Viel erreicht, noch viel vor

Gemeinsame Studie zum Thema Digitalisierung mit der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken abgeschlossen. Im Fokus der Untersuchung stand die Digitalisierung in den regionalen Wertschöpfungsketten.


Heilbronn, Januar 2020. Für eine Studie zum Thema Digitalisierung in den regionalen Wertschöpfungsketten gehen die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken (IHK) und die Hochschule Heilbronn (HHN) gemeinsame Wege: HHN-Professor David Francas und IHK-Geschäftsführer Peter Schweiker untersuchten in einem Zeitraum von sechs Monaten die Digitalisierung in den regionalen Unternehmen. Dabei zeigte sich, dass für die Unternehmen in Heilbronn-Franken die Digitalisierung in ihren Wertschöpfungsketten von großer Bedeutung ist. So sehen 82 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte diese als tendenziell hohe Priorität.

Als verbreitetste Zukunftstechnologien geben die Manager*innen „Industrie 4.0“ (49 Prozent), „3D-Druck“ (46 Prozent) und „Künstliche Intelligenz“ (32 Prozent) an. Entwicklungspotential sehen die Befragten in den Unternehmen selbst, da deren Schlüsselbereiche höchstens von der Hälfte als gut oder sehr gut vorbereitet auf die Digitalisierung gesehen werden.

Einigkeit wird bei der Frage der größten Herausforderungen ersichtlich: Qualifizierte Mitarbeiter*innen und Know-how bezüglich der Digitalisierung.

„Die Unternehmen in der Region setzen ganz klar auf Digitalisierung der Wertschöpfungsketten, wobei Effizienzsteigerung und bessere Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kundschaft als größte Chancen der Digitalisierung gesehen werden“, sagt Professor David Francas, der an der Hochschule Heilbronn in der Fakultät Wirtschaft und Verkehr lehrt. „Allerdings können Rahmenbedingungen, wie digitale Infrastruktur und insbesondere Zugang zu qualifizierten Mitarbeitenden und Know-how, aus Sicht der Befragten noch verbessert werden“, erläutert IHK-Geschäftsführer Peter Schweiker.

Die Studie zeigt mit dem Trend- und Technologie Radar Heilbronn-Franken erstmalig auf, welche digitalen Technologien in Unternehmen besonders verbreitet sind. „Die Ergebnisse legen nahe, dass mit steigender Unternehmensgröße mehr digitale Initiativen durchgeführt werden können und insbesondere der Anteil der Zukunftstechnologien deutlich steigt“, erklärt Professor David Francas.

Einig sind die Befragten bezüglich den häufig kontrovers diskutierten Methoden der Künstlichen Intelligenz. So lehnen nur 3 Prozent deren Einsatz eher ab, allerdings sieht eine Mehrheit auch individuellen Weiterbildungsbedarf auf diesem Gebiet.

Für die Studie wurden 46 Fach- und Führungskräfte von Unternehmen diverser Branchen mit regionalen Schwerpunkt in Heilbronn-Franken befragt, dazu Interviews mit Experten geführt. Im Fokus standen dabei Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern. Die Studienergebnisse stehen als kostenloser Download unter www.digitalisierung-heilbronn-franken.de zur Verfügung.


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