Nachhaltigkeit

ECC economic cruise control

Fahrstrategie einer verbrauchsoptimierten Überland- und Autobahnfahrt, insbesondere mit hügeligem Profil

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Hermann Koch-Gröber
Institut: Institut für Kraftfahrzeugtechnik und Mechatronik (IKM)
Projektzeitraum: 01.08.2011 bis 31.07.2014
Projektmittel: 285.904 €
Zuwendungsgeber: BMBF Ingenieurnachwuchs

Kurzbeschreibung

Eine Fahrstrategie zur Minderung von CO2 -Emissionen wird aktuell im Forschungsprojekt „ECC-Fahrstrategie einer verbrauchsoptimierten Überland- und Autobahnfahrt, insbesondere mit hügeli-gem Profil“ entwickelt. Im Zeitraum 01.08.2011 - 30.07.2014 wird es mit Gesamtmitteln von 285.904,30 € (inkl. 10 % Projektpauschale) im Programm IngenieurNachwuchs des BMBF finanziert, ref.: http://www.bmbf.de/pubRD/ingnach_fr_2011.pdf .

Um Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu begrenzen, sind Systeme in die Serie eingeführt, die den Motor bei stehendem Fahrzeug abstellen. Die zunehmende Elektrifizierung von Nebenaggregaten (z. B. Servolenkung) macht es heute grundsätzlich möglich, den Motor auch bei rollendem Fahrzeug abzustellen.

Weil eine rein manuelle Umsetzung einer solchen Strategie problematisch erscheint, versucht das Forschungsprojekt „ECC“, die Potenziale durch eine automatisierte Fahrstrategie darzustellen. Sie integriert gezielt Rollphasen – auch als „Segeln“ bezeichnet, indem die bekannte Tempomatfunktion weiterentwickelt wird.

Erste Simulationen durch studentische Mitarbeiter mit dem für die Lehre vorhandenen Simulationstool „Cruise“ (Fa. AVL) zeigten, dass insbesondere in hügeligem Gelände bei Überlandfahrten Kraftstoffeinsparungen von bis zu 10 % realisiert werden können. Auf dieser Basis wurde einen Antrag im Programm „Ingenieurnachwuchs 2011“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Leitfachrichtung Maschinenbau, erfolgreich eingereicht.

Ab Projektstart Mitte 2011 wurden die theoretische Analyse sowie Simulationen mit verschiedenen Werkzeugen ausgebaut, über die zwei wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht wurden. Parallel wurde gemäß ein Demonstrator-Fahrzeug beschafft und mit Messtechnik ausgestattet, so dass der Streckenverbrauch auf zwei unabhängige Weisen besti mmt werden kann.

Im Projektzeitraum ist geplant, auch die mögliche Akzeptanz einer ECC-Fahrstrategie zu bewerten und ihre Implementierung Ziel führend zu gestalten, wofür die Übertragung auf ein Fahrzeug mit Doppelkupplungsgetriebe vorgesehen ist.

Als Projektpartner sind die Firmen GETRAG, Ipetronik und RA Consult sowie das IPEK (Institut für Produktentwicklung) des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) beteiligt.

Das Projekt bietet die Position eines wissenschaftlichen Mitarbeiters der HHN, welche bei persönlicher Eignung die Möglichkeit einer Promotion über das IPEK am KIT, Fakultät für Maschinenbau bieten wird.