Verfahrens- und Umwelttechnik (VU)

Projektstart ANOPIT

Kooperationsprojekt der Hochschulen Heilbronn (Studiengang Verfahrens- und Umwelttechnik) und Esslingen beginnt mit einem Besuch der Messe "parts2clean" in Stuttgart

Team Heilbronn und Team Esslingen treffen sich auf der Messe parts2clean. Text und Photos: Prof. Dr. Katja Mannschreck

Die Projektgruppe ANOPIT des Studiengangs Verfahrens-und Umwelttechnik der Fakultät Technische Prozesse besuchte im Oktober 2019 die Internationale Leitmesse für industrielle Reinigungstechnik parts2clean in Stuttgart und konnte im Rahmen einer geführten Tour und persönlichen Gesprächen mit den Ausstellern viele fachliche Informationen für Ihr Projekt mit nach Hause nehmen.

ANOPIT“ steht für „Analyse und Optimierung einer Prozesskette der Industriellen Teilereinigung“ und ist ein interdisziplinäres, hochschulübergreifendes Projekt des Studiengangs Verfahrens- und Umwelttechnik zusammen mit der Fakultät Betriebswirtschaft (Studiengang Technische BWL) der Hochschule Esslingen. ANOPIT startete mit dem Beginn des Wintersemesters 2019/20.

Gefördertes Kooperationsprojekt der Hochschulen Heilbronn und Esslingen

Studierende beider Hochschulen analysieren und optimieren dabei gemeinsam eine Prozesskette von der Fertigung eines Bauteils bis hin zur Reinigung und Sauberkeitsprüfung entsprechend der vorgegebenen Spezifikationen.

Das Team der Hochschule Esslingen fungiert hierbei als „Teilehersteller“ und vergibt den anschließenden Prozessschritt der Bauteilereinigung an den „Lohnreiniger“ Team Heilbronn. Die angehenden Verfahrens- und Umwelttechniker der Hochschule Heilbronn arbeiten für dieses Projekt an der seit März 2019 an der Hochschule laufenden industriellen Reinigungsanlage und analysieren die filmischen und partikulären Verunreinigungen im dafür ausgestatteten Labor. Unterstützt werden die Studierenden dabei von Frau Prof. Dr. Katja Mannschreck. Die technisch ausgerichteten Betriebswirte der Hochschule Esslingen ermitteln durch eine umfassende Kalkulation die Kosten des Reinigungsprozesses und führen gemeinsam mit dem Team Heilbronn eine Prozess-FMEA (Auswirkanalyse) durch.

Auf der Messe parts2clean trafen sich die beiden Teams erstmals persönlich im Rahmen des Projekts und konnten bereits erste wichtige Daten und Informationen untereinander austauschen und von den Anlagen- und Chemielieferanten auf der Messe abfragen.

Nun geht es wieder an die Arbeit

Der Messebesuch war für beide Teams ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit und ein gelungener gemeinsamer Schritt. Nun müssen die weiteren Aufgaben erledigt werden, bevor sich das Team beim nächsten Treffen an der Hochschule Heilbronn trifft, um die FMEA durchzuführen. Die angehenden Heilbronner Ingenieure werden dann intensiv von den angehenden Betriebswirten in das Fachgebiet der Prozesskalkulation eingeführt und dürfen im Gegenzug ihren Projektkollegen sowohl die Grundlagen der Anlagentechnik als auch die verschiedenen chemischen Analysenmethoden vermitteln. Kommunikation und Wissensvermittlung über fachliche Grenzen hinweg, um ein gemeinsames Projektziel zu erreichen, darum geht es bei ANOPIT.