Hochschulkommunikation 

Hochschule Heilbronn forscht am Zukunftsthema Autonomes Fahren: Testfeld in Baden-Württemberg eröffnet

Das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg nimmt unter Beteiligung der Hochschule Heilbronn nun offiziell seinen Betrieb auf. Das Testfeld bietet eine einzigartige Forschungsumgebung in Baden-Württemberg und integriert in Heilbronn diverse Kreuzungen, ein Parkhaus und auch die BUGA 2019 mit einem Real-Labor für Autonome Logistik der Hochschule Heilbronn.

Karlsruhe, Mai 2018. In der Karlsruher Oststadt wurden die Weichen für die Mobilität der Zukunft gestellt: Nach fünfmonatigem Probebetrieb wurde das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) am 3. Mai 2018 in Karlsruhe feierlich eröffnet. Das gemeinsame Projekt baden-württembergischer Forschungseinrichtungen, Kommunen und der Landesregierung nahm damit offiziell seinen Betrieb auf. Das Testfeld-Konsortium konnte beim KVV 200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft willkommen heißen. Der stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl und Verkehrsminister Winfried Hermann gaben gemeinsam mit Vertretern des Konsortiums aus Wissenschaft und Kommunalpolitik und dem KVV als Betreiber des Testfelds den Startschuss für die Weiterentwicklung des autonomen Fahrens im Land.

Direkt im Anschluss an die Eröffnungsfeierlichkeiten schloss sich ein Nutzerforum im Innenhof des KVV an. Hier konnte man sich unter anderem über die Projekte potenzieller Nutzer informieren. Mehrere namhafte Fahrzeughersteller und Forschungseinrichtungen präsentierten zudem ihre Fahrzeuge und innovativen Fahrzeugsysteme rund um das Thema autonomes Fahren.

Das Forscher-Team der HHN will mit Hilfe des Testfelds Fahrzeugsysteme für automatisiertes und vernetztes Fahren im realen Straßenverkehr testen und entwickeln. 


„Die Mobilität wird gerade noch einmal neu erfunden. Und Baden-Württemberg ist vorne mit dabei“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl. „Heute, am Geburtstag der baden-württembergischen Auto-Pionierin Bertha Benz bringen wir in Karlsruhe das Testfeld für autonomes Fahren an den Start – und die Mobilität der Zukunft im Realbetrieb auf unsere Straßen. Wir waren Pioniere bei der Motorenentwicklung, dem Herzstück des Automobils. Wir wollen und werden Pioniere auch im digitalen Zeitalter sein. Das Auto-Automobil ist die Zukunft Baden-Württembergs.“

„Ich bin sehr glücklich, dass wir nach der Absage des Bundes es als Land und ohne Bundeszuschüsse geschafft haben, ein eigenes Testfeld aufzubauen. Ich bin gespannt, was auf dem Testfeld gefordert wird und welche Erkenntnisse wir gewinnen. Mich interessieren die verkehrlichen und ökologischen Wirkungen. Das beginnt bei der möglichen Veränderung des künftigen Verkehrsaufkommens im Personen- und Güterverkehr und der Verkehrsmittelwahl hin zu einem möglichen autonomen ÖPNV mit kleinen Bussen im Tür-zu-Tür-Betrieb, geht über Fragen des Straßenrechts, der Fahrzeugzulassung, über Datenschutz, Akzeptanz durch den Nutzer und ethische Fragen bis zur Wirtschaftlichkeit und städtebaulichen Veränderungen hin“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Prof. Dr.-Ing. Oliver Lenzen, Rektor der Hochschule Heilbronn erklärte: „Mit dem Thema autonomes Fahren beschäftigt sich die Forschung schon seit Jahren. Es wird die Gesellschaft und Städteplanung nachhaltig verändern und den Verkehrsfluss verbessern. Wir als Hochschule sind stolz, uns an diesem Zukunftsprojekt zu beteiligen. Das Testfeld bietet eine einzigartige Forschungsumgebung in Baden-Württemberg und integriert am Standort Heilbronn auch die BUGA 2019 mit einem Real-Labor für Autonome Logistik unserer Hochschule. Wir bilden somit den gesamten Prozess vom autonomen Fahren, Einparken, bis zur Auslieferung von Produkten beim Konsumenten ab.“

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Am 3. Mai 2018 wurde in Karlsruhe der "Startknopf" für das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg gedrückt. Fotos: KVV/Alexander Scheuber 

Über das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg

Auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF-BW) können Firmen und Forschungseinrichtungen zukunftsorientierte Technologien und Dienstleistungen rund um das vernetzte und automatisierte Fahren im alltäglichen Straßenverkehr erproben, etwa automatisiertes Fahren von Autos, Bussen oder Nutzfahrzeugen wie Straßenreinigung oder Zustelldienste. Zudem lassen sich die regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen fortschreiben. Dafür wurden in der Aufbauphase u. a. Verkehrsflächen unterschiedlichster Art vor-bereitet, hochgenaue 3D-Karten erzeugt sowie Sensoren zur Echtzeiterfassung des Verkehrs und dessen Einflussfaktoren installiert.

Für Konzeption, Planung und Aufbau des Testfelds stellte das federführende Verkehrsministerium 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Aufbau des Testfelds ist 2016 begonnen worden, die Inbetriebnahme erfolgte im Mai 2018. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) und das Verkehrsministerium (VM) fördern die Forschung auf dem Testfeld mit dem Projekt ‚smart mobility‘ mit weiteren 2,5 Millionen Euro. Die Einzelprojekte stellen MWK und VM in Kürze vor.

Über das Konsortium

Konzeption, Planung und Ausbau des Testfelds Autonomes Fahren Baden-Württemberg wird umgesetzt von einem Konsortium aus dem FZI Forschungszentrum Informatik, der Stadt Karls-ruhe, dem Karlsruher Institut für Technologie, der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirt-schaft, dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, der Hochschule Heilbronn und der Stadt Bruchsal sowie weiteren assoziierten Partnern des Test-felds. Testfeldbetreiber ist der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV).

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg stellte dafür dem Konsortium wie o.g. 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Konsortium sowie die assoziierten Partner und Industriepartner bringen zusätzlich Eigenmittel in das Vorhaben ein, in dessen Rahmen ein technologieoffenes und einzelunternehmensunabhängiges Testfeld für das vernetzte und automatisierte Fahren in Baden-Württemberg entstehen wird.


Ansprechpartner zum Testfeld-Projekt an der HHN



Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik

Mit ca.8.300 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An drei Standorten in Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die Hochschule mehr als 50 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die Hochschule pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region und ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis gut vernetzt. 

Pressekontakt Hochschule Heilbronn:
Johanna Besold, Hochschulkommunikation,
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