Projekt beSt

Werkzeugkasten

Hier finden Sie die von uns verwendeten Fragebögen und Leitfäden. Eine Verwendung für weiter Untersuchungen ist bei Nennung der Quelle selbstverständlich möglich. 

Erstsemesterfragebogen
Work-Life-Study-Balance
Fragebogen im Vorfeld der Fokusgruppe
Fragebogen Praxisportfolio
Fragebogen On-the-Job-Projekte

Dieser Fragebogen zu den On-the-Job Projekten wird erst in den nächsten Semestern zum Einsatz kommen. Das Projekt beSt unterstützte hier bei der Entwicklung des Fragebogens. 

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Ein Lerntagebuch ist in erster Linie ein Arbeitsmittel für den Lernenden selbst. Es wird für die Dokumentation und Reflexion der gelernten Inhalte aus dem Studium eingesetzt und anschließend bewertet. Die Studierenden können damit Lernziele für sich selbst festhalten, sowie gegebenenfalls Veränderungen der eigenen Lerntechnik daraus ableiten.

Im BMB dient es unter anderem dazu, das (wissenschaftliche) Schreiben zu üben und die Reflexionsfähigkeit bei den Studierenden zu stärken. Außerdem trägt es zur Theorie-Praxis Verzahnung bei. Lerntagebücher sind dabei ein Bestandteil des Praxisportfolios und finden im 4. bis 6. Semester statt. Jeweils zwei Lerntagebucheinträge werden in diesem Zeitraum auf der Onlineplattform ILIAS gepostet. Seit dem WS 2016/2017 wurde das Ganze um ein Peer-Feedback ergänzt.

In den Lerntagebüchern geht es über Probleme und Erfahrungen, welche die Studierenden während ihrer Arbeitszeit machen. Diese gilt es dabei schriftlich zu reflektieren. Als erstes wird eine Arbeitssituation beschrieben, anschließend das zugehörige Problem identifiziert und zum Schluss werden hierfür Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

Das Lerntagebuch orientiert sich dabei an folgende Leitfragen:

  • Traten konkrete Probleme auf fachlicher oder zwischenmenschlicher Ebene auf?
  • Beschreiben Sie etwas, das Sie an Ihrer Arbeit interessant gefunden haben. Wieso war es interessant?
  • Beschreiben Sie etwas, das bei Ihrer Arbeit schlecht gelaufen ist. Was war der Grund? Was können Sie daraus lernen und wie können Sie das Problem in Zukunft vermeiden?
  • Wurden Sie mit der Lösung eines Problems betraut, das sich bei näherer Betrachtung anders als beschrieben herausstellte?
  • Kamen Ihnen bei Ihren täglichen Routinetätigkeiten Ideen, wie man die jeweiligen Tätigkeiten leicht abändern könnte?
  • Lassen sich diese Ideen mit etwas verbinden, das Sie im Unterricht diskutiert haben?
  • Haben Sie versucht, mit einem anderen Ansatz an eine gewohnte Tätigkeit zu gehen? Was war das Ergebnis davon?
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Oftmals fehlt durch die Dreifachbelastung von Beruf, Studium und Privatleben die Zeit auftretenden Problemen adäquat zu begegnen. Ein Coaching soll im Rahmen einer Vermittlerfunktion zwischen Organisation, Person und Rolle die Lern- und Problemlösefähigkeit sowie Veränderungsbereitschaft bei den Studierenden fördern.

Das Coaching ist deshalb eine Beratungshilfe innerhalb des Praxisportfolios, das zwischen dem 4. und 7. Semester im BMB stattfindet. Durch das Coaching werden die zuvor verfassten Lerntagebücher besprochen und anhand deren die Coaches erkennen können, wie sich der Lernprozess der Studierenden entwickelt.

Basierend auf den Lerntagebüchern werden die Studierenden in einem konstruktiven Gespräch unterstützt, sich bisher erworbenen Kompetenzen bewusster zu werden, um diese zukünftig zielgerichtet einzusetzen und weiter auszubauen. Die Studierenden erhalten im Laufe ihres Studiums somit ein immer deutlicheres Bild hinsichtlich des eigenen Kompetenzprofils, das ihnen bei der Karriereplanung helfen kann. Daneben gewinnen die Studierenden einen Eindruck, wie sich persönliche Lernprozesse gestalten.

Das ca. einstündige Coaching-Gespräch deckt die Bereiche Problemlösung, Zwischenmenschliche Effektivität, Einschätzung/ Selbsteinschätzung sowie Veränderungsmanagement ab. Die ausgewählten Bereiche wurden mit Hilfe der Begleitforschung identifiziert und sind auszubauende Kompetenzfelder der Studierenden des BMB. Zu jedem Feld gibt es für den Coach entsprechende Leitfragen, die individuell an die Beratungsanfordernisse, den Studierenden und die konkrete Situation angepasst werden.

Auszug an Beispielen:

A. Problemlösung:

Wie haben sich die Kompetenzen des Studierenden zur Identifizierung von Problemen, Symbiose geeigneter Lösungsansätze, kritischer Reflexion von Bekanntem und kreativem Denken entwickelt?

B. Zwischenmenschliche Effektivität

Wie haben sich die Fähigkeiten der/des Studierenden im Sinne der Einbeziehung verschiedener Perspektiven von Kolleginnen/Kollegen oder anderen Stakeholdern, die am Arbeitsprozess beteiligt sind, entwickelt? Wie bewertet der Studierende seine bzw. ihre Teamfähigkeit?

C. Einschätzung und Selbsteinschätzung:

Wie schätzt der bzw. die Studierende seine bzw. ihre eigenen Fähigkeiten ein? Wie werden die Fähigkeiten anderer eingeschätzt?

D. Veränderungsmanagement:

Wie gestaltet sich der Umgang des bzw. der Studierenden mit einem sich wandelnden Unternehmensumfeld und mit technologischen Neuerungen/Durchbrüchen? Wie nimmt er bzw. sie eigene Veränderung durch den Prozess des berufsbegleitenden Studierens und Lebenslangen Lernens wahr?

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Das Praxisportfolio umfasst im 7. Semester auf Basis der Lerntagebücher und den Coachings die modulgebundene Reflexion. Auf Basis des Lerntagebuchs für drei Module ihrer Wahl gilt es eine mindestens zweiseitige Abschlussreflexion zu schreiben. Die Studierenden sollen sich dabei mit der Frage auseinandersetzen, welche Synergien sie in einem konkreten Modul durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis unter Anwendung der von ihnen erlernten Methoden erzielen konnten. Die Abgabe der modulgebundenen Reflexion erfolgt, wie bei den Lerntagebüchern, über die Plattform Ilias. Das Ganze wird innerhalb der Präsenzveranstaltung “Kolloquium zum Praxisportfolio” mit zwei Dozierenden diskutiert. Der Fokus der modulgebundenen Reflexion liegt in der Überprüfung der Qualität der Lernergebnisse. Die Studierenden sollen zeigen, dass sie die Lerninhalte soweit durchdrungen haben, dass sie diese in der Praxis umsetzen können. Die modulgebundene Reflexion schließt das Praxisportfolio nach insgesamt vier Semestern ab.

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Work-based-learning

Work-based-learning ist im Heilbronner Modell ein didaktisches Konzept und bedeutet „[…] das im Arbeitsprozess begründete Lernen" (Sroka, 2004:4).

Der Work-Based-Learning Ansatz in den berufsbegleitenden Studienprogrammen der Hochschule Heilbronn umfasst mehrere Gesichtspunkte:

  • Es besteht eine informelle Partnerschaft zwischen Hochschule und einer Arbeitsstätte
  • Lernprojekte werden am Arbeitsplatz durchgeführt
  • Die Hochschule bewertet diese Lernprojekte

Der Lernprozess wird durch drei Stakeholder beeinflusst. In den berufsbegleitenden Studienprogrammen der Hochschule Heilbronn wird das Partnerschaftsmodell zwischen Hochschule, Studierendem und Unternehmen stark durch die Initiative der Studierenden geprägt. Sowohl die erste als auch die zweite Förderphase hat gezeigt, dass die Betreuung von Unternehmensseite in den meisten Fällen gut funktioniert.

Work-Based-Learning findet an der Hochschule Heilbronn in Form von On-the-Job Projekten statt. Dies ist eine Modulform, bei der die Bearbeitung unternehmensspezifischer Probleme in das Studium integriert wird. Dabei werden diese Problemstellungen akademisch reflektiert und begleitet. Die Themen aus der Praxis werden durch die Studierenden in enger Absprache mit einem Unternehmensbetreuer und einem begleitenden Professor/in bearbeitet. Diese Form des work-based-learning entspricht dem Selbstverständnis der Hochschule Heilbronn als Hochschule für Angewandte Wissenschaft. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Projekte, die direkt der Unternehmenspraxis entspringen, weitgehend während der regulären Arbeitszeit bearbeitet werden. Dadurch wird nicht nur die Studierbarkeit des Programms erhöht - durch die Kombination unterschiedlicher Sichtweisen und dem Austausch zwischen Studierenden, Hochschule und Unternehmen ergibt sich im Idealfall ein Mehrwert für alle Beteiligten:

  • Die Studierenden können ihr theoretisches Wissen und ihre wissenschaftliche Methodenkompetenz direkt in der Praxis anwenden.
  • Das Unternehmen profitiert von neuen Sichtweisen und Lösungsansätzen durch den Dialog mit der Hochschule.
  • Die Hochschule kann die aktuellen Themenstellungen aus der Praxis in die Lehre integrieren.

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