Vielfalt und Gleichstellung

Geschlechtergerechte Sprache

Paula Frau im Büro2.jpg


Es gibt viele Möglichkeiten geschlechtergerecht zu schreiben. Probieren Sie einfach aus, was für Sie und Ihre Textform passt. Alle vorgeschlagenen Formen sind gleichwertig.


Aber: Eine einfache Fußnote, in der man anmerkt auch Frauen seien mitgemeint, reicht nicht aus.

Warum geschlechtergerecht schreiben?

Stereotype Assoziationen brechen: Mit rein männlichen Schreibweisen werden in der gedanklichen Vorstellung vorwiegend männliche Personen verbunden.

Frauen sichtbar machen und einladen: Wer mehr Frauen möchte, sollte zeigen, dass sie selbstverständlich dazugehören.

Rechtliche Vorgaben einhalten: Bei Stellenausschreibungen sind neutrale Formulierungen Pflicht.

Präzise sein: Wissenschaftliche Sprache legt Wert darauf genau zu sagen, wen man meint.

Mögliche Schreibweisen

Beidnennung: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Beidnennung mit Schrägstrich: Schüler/innen, Vorsitzende/r

Binnen-I: ProfessorInnen, PraktikantIn

Partizipien: Studierende, Teilnehmende

Pluralformen: Auszubildende, Angestellte

Neutrale Begriffe: zuständige Person, Personal, Führungskraft, Leitung

Pronomen: Alle, die die Prüfung mitschreiben, … Wer einen Antrag stellt, …

Direkte Ansprache: Bitte reichen Sie die Unterlagen rechtzeitig ein.

Folgende Schreibweisen machen auch Transmenschen – Personen, die das Geschlecht wechseln oder sich weder als Mann noch als Frau verstehen – sichtbar:

Gender-Gap: Referent_innen, Rektor_in

Sternchen: Dozent*innen, Absolvent*in

Tipp: Bei Verwendung von Schrägstrich, Unterstrich, Sternchen oder Binnen-I machen Sie die Probe: Entstünden auch beim Weglassen korrekte Wörter?