Betriebswirtschaft und Sozialmanagement (BS)

aBSeitsgespräche

„Abseits vom Markte und Ruhme begibt sich alles Große; abseits vom Markte und Ruhme wohnten von je die Erfinder neuer Werte.“

F. W. Nietzsche

Die Veranstaltungsreihe „aBSeitsgespräche“ im Studiengang Betriebswirtschaft und Sozialmanagement (BS) gibt Einblicke in Themengebiete des Sozial-managements, wo neue Ideen sich abseits der üblichen Managementpraktiken den Weg bahnen. Ausgefallene Unternehmensphilosophien, atypische Herangehensweisen oder übergreifende Fragestellungen in der Sozialwirtschaft sind hier Thema und stehen zur Diskussion.

aBSeitsFoto

"Medienkompetenz: Kernthema der Sozialen Arbeit", SS 18

Christian Müller, Kommunikationsberater, Mobile Video Trainer, Diplom Pädagoge

Medienkompetenz wird nur selten als Thema der Sozialen Arbeit verstanden und wenn, dann wird es zu oft auf Handlungskompetenz reduziert. Doch Medienkompetenz ist viel mehr als Anwendungswissen, es geht um grundlegendes Verständnis für Funktionsweise und Prinzipien von Medien und die Nutzung der freigegebenen Daten. Vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Social-Media-Nutzung und der damit verbundenen (unbewussten) Freigabe von Daten ist es jedoch auch Aufgabe von Sozialarbeitenden, ihre KlientenInnen zu einer selbstbestimmten und bewussten Nutzung der Medien zu befähigen.

DSC06308.jpg

"Führung auf Zeit - Interim Management in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft", WS 17/18

Edmund Fröhlich, Fröhlich Management GmbH (Frankfurt/Ulm) und Bärbel Häckel, Management Angels GmbH (Hamburg/Nürnberg), 30. November 2017

Der Fachkräftemangel in der Sozialwirtschaft macht auch vor Führungspositionen nicht halt. Wenn Vorstände, Geschäftsführer und Leitungskräfte ausfallen oder für eine temporäre Aufgabe die notwendigen Kompetenzen im Unternehmen nicht zur Verfügung stehen, bietet Interim Management schnelle, wirksame und vor allem nachhaltige Lösungen. Das Unternehmen verschafft sich Zeit, um wichtige Schlüsselpositionen optimal besetzen zu können.

1.jpg
2.jpg

„Inklusion fördern – neue Ansätze in der Behinderten-hilfe“, SS 17

Herr Hartmut Seitz-Bay, Geschäftsführer der Offene Hilfen gGmbH in Heilbronn, 4. Mai 2017

Soziale und menschliche Not, und damit haben wir es oft zu tun, sind nicht markttauglich und man kann sich mit der Arbeit nicht rühmen, wenngleich sie doch ruhmreich sein kann. Mit Sicherheit ist sie wertvoll, hinterfragt Werte einer Gesellschaft und schafft im besten Falle Werte.

Der Vortrag führt von „Satt und sauber zum inklusiven, selbstbestimmtem Leben“ Ein Blick auf die Geschichte des Umgangs mit Menschen mit Behinderung.

crop_original_OH_Logo_HN_HKS_59.jpg

„Wenn nicht wir, wer dann? Kultursensible Kommunikation in Sozialberufen“, WS 16/17

Dr. Leyla Fröhlich-Güzelsoy, Mitglied im Ethikkomitée der Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg, 12. Januar 2017

Durch die zunehmende Globalisierung und auch durch die großen Flüchtlingsbewegungen gibt es in nahezu jedem Bereich des Lebens internationale Kontakte. Eine kultursensible Kommunikation schafft die Basis für konstruktive Zusammenarbeit zwischen Vertretern verschiedener Kulturen. Nicht nur die Sprache unterscheidet Länder und Kulturen voneinander. Auch Gestik, Mimik, Tonfall, körperliche Distanz und Körperhaltung variieren je nach Kultur. Ziel ist es, auf kulturspezifische Verständigungsweisen hinzuweisen und sie anderen Kulturvertretern näher zu bringen. Damit können Missverständnisse und Konflikte minimiert und gelöst werden.


„Ein Dorf kümmert sich – Pflege und Betreuung älterer Menschen“, WS 16/17

Gerhard Kiechle, ehem. Bürgermeister der Stadt Eichstetten, Mitinitiator des vorgestellten Projekts, 2. November 2016

Veränderte Familienstrukturen, ein abnehmendes familiäres Pflegepotential und eine nicht vorhandene lokale Infrastruktur stehen oft dem Wunsch entgegen, auch im Alter und bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit möglichst lange in seiner vertrauten Umgebung, in seiner Gemeinde, in seinem Dorf wohnen zu bleiben. Wie kann man insbesondere in den ländlichen Gemeinden und Dörfern diese Herausforderungen bewältigen?

Eichstetten nimmt den Generationenvertrag selbst in die Hand. Im Rahmen einer lokalen Verantwortungsgemeinschaft sorgen dort Bürger/-Innen seit 18 Jahren dafür, dass ältere und hilfebedürftige Einwohner/-Innen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und alt werden können.

Dieses Best Practice gewährt Einblicke in die Aktivitäten der Bürgergemeinschaft, die sich als Ziel gesetzt hat, die vielfältigen sozialen Aufgaben und Heraus-forderungen im Dorf anzunehmen und entsprechende Unterstützungsangebote aufzubauen. In Eichstetten entstand so eine neue dörfliche Sozialkultur und ein neues Miteinander.

3

„Emotionsmanagement als Schlüssel zur Personalbindung und -entwicklung“, SS 16

Prof. Dr. Christoph Tiebel, 2. Juni 2016

Vorbildliche Führungskräfte zeichnen sich nach vielen Studien amerikanischer und deutscher Hochschulen durch eine besondere Fähigkeit aus: sie sind in der Lage, gute soziale Beziehungen zu ihren Mitmenschen aufzubauen. Positiv gestimmte Mitarbeiter sind loyaler und bringen deutlich bessere Leistungen als ängstliche oder nervöse.

Die gute Nachricht: soziale Intelligenz ist kein Erbgut, sondern lässt sich auch im fortgeschrittenen Alter noch erlernen! Prof. Dr. Tiebel ist neben seiner Lehrtätigkeit seit mehreren Jahren erfolgreich als Berater aktiv und entwickelte Methoden zur Stärkung der emotionalen Intelligenz. Er bietet verschiedene individuelle Seminarkonzeptionen u.A. in den Bereichen Führungs- und Managementtraining an.

Mitarbeiter-Meeting

"Managementtraining und die katholische Kirche", SS 16

Florian Oehler, Unternehmensberater und Referent des Kath. Dekanats Heilbronn-Neckarsul, 26. April 2016

Zunächst stellt sich die Frage: wie passt das zusammen?

Seit den ersten Jahrhunderten bildet die katholische Kirche ihre Nachwuchskräfte selbst aus und kann auf großes Know-how in Führung und Organisation zurückblicken. Doch in den letzten 50 Jahren ist das Personalmarketing der Kirche zunehmend erfolglos geworden. Was steckt dahinter? Wieso gibt es daneben immer mehr Kirchenmänner, die als Coach und Trainer überaus erfolgreich sind?

Oehler

"Vortrag über Great Place toWork®", WS 15/16

Petra Tönnesen, Kundenberaterin Gesundheit & Soziales bei Great Place to Work®, 21. Januar 2016

Great Place to Work® ist ein international tätiges Forschungs- und Beratungsinstitut, das Unternehmen in 50 Ländern weltweit bei der Entwicklung einer attraktiven Arbeitsplatz-, Vertrauens- und Unternehmenskultur unterstützt und damit die Zufriedenheit der Mitarbeitenden steigert. Das deutsche Great Place to Work® Institut wurde 2002 gegründet und beschäftigt am Standort Köln derzeit rund 70 Mitarbeitende.

Zu den Aktivitäten von Great Place to Work® gehören

- die Untersuchung der von den Mitarbeitenden erlebten Qualität und Attraktivität     von Arbeitgebern,

- das Auditing von Maßnahmen und Konzepten auf Mitarbeitende orientierter Personal- und Führungsarbeit,

- sowie die Beratung und Schulung zur Gestaltung einer in hohem Maße auf Vertrauen, Stolz und Teamgeist beruhenden Arbeitsplatzkultur.

Great Place to Work® folgt der Erkenntnis, dass Unternehmen mit einer herausragenden Arbeitsplatzkultur zufriedene, motivierte und loyale Mitarbeitende haben, attraktiv auf Bewerber wirken, ihre Ziele effektiver erreichen und wirtschaftlich insgesamt erfolgreicher sind.

petra-tönnesen-foto