UN-Dekade

Die Ringvorlesung wurde erneut nach 2008/2009 als offizielles deutsches UN-Dekadeprojekt  „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ für den Zeitraum 2011/2012 ausgezeichnet. Siehe auch http://www.bne-portal.de/.

 

Ringvorlesung Archiv

Hier im Archiv finden Sie das Programm vorheriger Ringvorlesungen (soweit vorhanden).

Ringvorlesung


Programm SS 2012

 

Ringvorlesung „Mensch-Umwelt-Zukunft“ startet wieder im März 2012

 

Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungsreihe werden nachahmenswerte Beispiele aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit wechselnden Referenten diskutiert, die zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen.

Dienstags steht jeweils ein anderes Thema aus den klassischen Nachhaltigkeitsschwerpunkten Ökonomie, Ökologie und Soziales auf dem Programm. Die Referenten kommen aus den verschiedensten Bereichen: Neben Wissenschaftlern der Hochschule Heilbronn sowie anderer Institute sind auch Unternehmer, Umweltbeauftragte oder Personen, die sich für nachhaltige Projekte einsetzen, vertreten.

Die Ringvorlesung der Hochschule Heilbronn wurde von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Dekade 2008/2009 und erneut 2011/2012  „Nachhaltigkeit lernen“ ausgezeichnet. Die Veranstaltungen finden in der Regel an der Hochschule Heilbronn statt, gestartet wird am 20. März 2012. Der regelmäßige Standort der Ringvorlesung ist der Audimax (G718) in der Hochschule Heilbronn. Der Eintritt ist frei. Außer der Regel sind Veranstaltungen mit der Hochschulgemeinde im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindezentrum, Jörg-Ratgeb-Platz 29 und der Kreissparkasse Heilbronn „Unter der Glaspyramide“, Am Wollhaus 14, 74072 Heilbronn.  Kostenlose Parkmöglichkeiten in der Kundentiefgarage, Zufahrt über die Wollhausstraße. Auch besteht eine Kooperation mit der experimenta, Heilbronn

Hier finden Sie das vorläufige Programm für das Sommersemester 2012 (Die Orte stehen noch nicht fest).

Termin

Thema

20.03.2012

Erneuerbare Energien in der Region Heilbronn-Franken

Benjamin Friedle & Peter Micu

Der bevorstehende Klimawandel, die Energiewende und die positiven Auswirkungen regenerativer Energien auf den ländlichen Raum, zieht ein Umdenken auch in der Region Heilbronn-Franken nach sich. Auf einer Reise quer durch unsere Region, erleben Sie unterschiedliche regenerative Kraftwerke, welche die lokale Energieversorgung prägen. Mit dabei ist unter anderem das solare Nahwärmenetz Hirtenwiesen in Crailsheim (Sieger Solar Champions League 2011), das Biomasseheizkraftwerk Neckarsulm (Deutschlands Energiekommune Januar 2008) und der erste Bürgerwindpark der Region. Anschließend wird Peter Micu eine kurzen Überblick über die Änderungen im Bereich der Energiewirtschaft durch die Energiewende geben und aus seinen Erfahrungen als Werkstudent bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall berichten. Bei einem gemeinsamen Dialog soll der Abend ausklingen.

Benjamin Friedle und Peter Micu studieren gemeinsam an der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau Energiemanagement. Peter Micu arbeitet darüber hinaus bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall als Werksstudent. Benjamin Friedle befasste sich 3 Jahre mit dem Thema Erneuerbare Energien in der Region und verfasste eine gleichnamige Informationssammlung. Neben dem Studium ist er bei der Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber als Referent für Wertschöpfung und Energieeffizienz, sowie bei der Energieagentur Hohenlohekreis tätig.

 

27.03.2012

Die Welt auf einen Klick – wie wir mit der Smartphone-Nutzung Spuren hinterlassen

Prof. Dr. Ansgar Meroth

Das Smartphone vernetzt uns mit der ganzen Welt: ohne es zu bemerken hinterlassen wir mit ihm ständig Spuren. An einem typischen Tag mit dem Smartphone wird demonstriert, dass wir nicht nur viel über unsere Bewegungsprofile und unsere Vorlieben preisgeben, sondern auch jede Menge Energie verbrauchen  - die beileibe nicht nur aus dem Akku kommt.

Ansgar Meroth, 46, hat Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe studiert und dort auch promoviert. Seine Berufslaufbahn, die er als Forschungstrainee bei der Robert Bosch GmbH startete, führte ihn u.a. in die Entwicklung von Fahrerinformationssystemen. Seit 2003 lehrt er Informatik und Informationssysteme im Kraftfahrzeug an der Hochschule Heilbronn.

03.04.2012

Ärzte ohne Grenzen

Jochen Ganter

1971: zwölf Ärzte und Journalisten gründen die Organisation Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen:  Sie wollen unabhängig von politischen Zwängen, neutral und unparteiisch das Recht aller Menschen auf medizinische Hilfe umsetzen. Heute, 40 Jahre später, ist die Organisation kontinuierlich gewachsen.  Aus einer kleinen Keimzelle in Frankreich sind im Laufe der Jahre Sektionen in über 19 Ländern geworden. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen leisten in über 60 Ländern weltweit medizinische Nothilfe, in denen Gesundheitsstrukturen zusammengebrochen sind oder Bevölkerungsgruppen unzureichend versorgt werden.  Die Vorlesung stellt die Organisation, ihre Ziele und die Art und Weise vor, wie Ärzte ohne Grenzen Menschen in Not hilft, die Opfer von natürlich verursachten oder von Menschen geschaffenen Katastrophen oder von bewaffneten Konflikten wurden. Die Präsentation durch einen ehemaligen Projektmitarbeiter ermöglicht  Einblicke in die tägliche Arbeit, praktischen und professionellen Herausforderungen und die persönlichen Erfahrungen und Eindrücke vor Ort und verleiht der Vorlesung einen hohen praktischen Bezug.Ebenso besteht im Anschluss die Möglichkeit zur Diskussion und zur Beantwortung weiterer Fragen für weitergehend  interessierte Zuhörer.

Inhalt:

Einführung Nöte, Herausforderungen und Aktivitäten: Das Erdbeben in Haiti 2010 

Teil  I Vorstellung der allgemeinen Tätigkeiten und Aufgabenfelder

Teil  II Vorstellung der Organisation, Grundsätze, Internationales Netzwerk, Logistik, Mitarbeiter in den Projekten und Finanzierung

Teil  III Persönliche Erfahrungen und Herausforderungen; Zusammenfassung

Teil  IV Unterstützung und aktive Mitarbeit;  generelle Voraussetzungen zur Projektmitarbeit.

 

Herr Ganter ist Krankenpfleger (35) auf einer neurologischen Intensivstation und seit 2010 Student des Pflegemanagements.

Einsätze für Ärzte ohne Grenzen im Tschad , Sri Lanka und zweimalig in Haiti (zuletzt Januar 2010) als Krankenpfleger, Logistiker und Projektkoordinator.

17.04.2012

Nachhaltigkeit und die genossenschaftliche Idee im Bankenkontext

Herrn Hinderberger; Vorstand der VOBA Heilbronn

24.04.2012

The Sochi 2014 Legacy: Chance and Opportunity

Апухтин Андрей Валерьевич

Prof. Dr. Andrej Walerjewitsch Apuchtin, Dekan der Fakultät für Tourismus und Service, Staatliche Universität Sochi

(Dieser Vortrag findet im Rahmen der "Rußland Woche" an der Hochschule Heilbronn statt und wird in englischer Sprache gehalten).

 

08.05.2012

Zunehmende Unsicherheit und Konflikte im Wirtschaftsleben  -  Was kann Mediationleisten?

Johann Bernthaler 

Das Wirtschaftsleben wird geprägt durch zunehmende Dynamik, Mobilität und Individualität. Es kommt zu einer abnehmenden Solidarität und damit zu Unsicherheit, welche leicht zu Konflikten führt. Die dadurch entstehende Belastung von uns Menschen hat leider viel zu oft gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge, bis hin zu Burnout. Bei unklaren Situationen und Konflikten kann zur Klärung eine Mediation durchgeführt werden. Ein Mediator versucht bei der Mediation nicht nur als neutraler, all-parteilicher Gestalter des Lösungsprozesses zu wirken, sondern bei den beteiligten Parteien durch Wertschätzung und Förderung ihrer sozialen Kompetenz die Eigenverantwortung für die jeweilige Situation zu stärken. Dadurch kann generell bei den Parteien, auch für zukünftige schwierige Situationen, die Selbststeuerung und die Lösungskompetenz verbessert werden. In diesem Sinne kann Mediation situationsbedingte Unsicherheiten abbauen und manche persönliche gesundheitliche Belastung vermindern.

Dipl.-Ing. (Univ) Johann Bernthaler, Kybernetik-Studium, Geschäftsführer, Mediator, Handelsrichter

 

15.05.2012 *

(Ort: voraussichtlich Audimax der Hochschule Heilbronn)

19:30 Uhr

Zeit, die mir noch bleibt

Bernd Umbreit, Oberstenfeld

„Diagnose Lungenkrebs“ Nach Entfernen des Tumors lehnt Markus H. (41), Vater von 3 Kindern, eine Strahlentherapie ab. Markus hofft, dass sein Krebs zum Stillstand kommt - gleichzeitig beginnt er langsam Abschied zu nehmen. Er entwirft seinen Grabstein und plant eine letzte Reise nach Marokko. Markus lässt sich erst bestrahlen, als die Schmerzen unerträglich werden.

Für den Film „Zeit, die mir noch bleibt“ erhielt Bernd Umbreit den DEUTSCHEN KAMERAPREIS 2006 und den Filmpreis DAVID 2006. Bernd Umbreit ist freiberuflicher Filmemacher und wird seinen Film persönlich vorstellen

Veranstalter: Evangelische/Katholische Hochschulgemeinde.

22.05.2012

Corporate Social Responsibility im Spannungsfeld von Unternehmensethik und Greenwashing

Martin Priebe

Im Zentrum der klassischen Betriebswirtschaftslehre steht die Wertschöpfung, also Kosten reduzieren, Gewinne maximieren, Marktanteile erhöhen oder Wettbewerber ausbooten. CSR, die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen, bedeutet demgegenüber Werte-Orientierung in einem ethischen Sinn. Fragen der Wirtschaftsethik haben im vergangenen Jahrzehnt an Bedeutung gewonnen: Unternehmen kommen heute nicht mehr an CSR vorbei. „Das ist doch bloß ein `Marketing-Gag´“, sagen die einen. „Das Ideal des ehrbaren und verantwortungsbewussten Kaufmanns lebt wieder auf“, meinen die anderen. Schaut man sich praktische Beispiele von Corporate Social Responsibility an, bekommt man den Eindruck, dass beide Argumente irgendwie recht haben. Die Frage ist nur: Wie sehr? Und vor allem: Gibt es plausible Kriterien, mit denen man ernsthafte Anstrengungen um Unternehmensethik von plattem Greenwashing unterscheiden kann?

Der Vortrag fragt in einem umfassenden Sinn nach den Grundlagen für werte-orientiertes Wirtschaften. Zentrale Begriffe wie Werte oder Ethik werden erklärt und es gibt einen kleinen Einblick in die „Werkzeugkiste“ der Wirtschaftsethik. Mit diesem Instrumentarium werden Kriterien erkennbar, um bekannte CSR-Beispiele auf ihre Ernsthaftigkeit hin zu untersuchen – aber nicht nur diese.

Martin Priebe ist Diplom-Volkswirt und Diplom-Theologe und durch dieses Doppelstudium schon über 25 Jahren mit Fragen der Wirtschaftsethik beschäftigt. Er war 1992 bis Ende 2002 Mitarbeiter bei der IHK in Stuttgart und kennt die mittelständische Wirtschaft sehr gut. Seit 2003 berät er freiberuflich Führungskräfte und Unternehmen in Themen der Wirtschaftsethik und Werteorientierung. Schwerpunkte sind Führungskräfte-Seminare („Führen mit Werten“), Organisations- und Teamentwicklung und Kooperationsberatung. Nach dem Vortrag steht er gern für Fragen zur Verfügung.

12.06.2012 **

Ort: Experimenta

19:30h

 

Wie überleben Säugetiere Trockenheit und Hitze in der Wüste?

Dr. Christian Voigt

Robert Mayer-Lecture: Die Namib-Wüste im Süden Afrikas ist eine der trockensten und heißesten Orte auf unserem Planeten. Viele der Wüstenbewohner stellen die Wissenschaftler heute noch vor Rätsel. Welche Überlebensstrategien haben sie entwickelt, um ihren Nahrungsbedarf und ihren Durst zu stillen?

Dr. Christian Voigt, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Berlin

19.06.2012

Eingliederung fördern  -  soziale Ausgrenzung aufhalten

Claudia Borkowski

Die Aufgebilde Heilbronn GmbH ist ein innovatives diakonisches Unternehmen. Sie berät, beschafft Wohnraum, betreut und beschäftigt sozial schwache Menschen im Stadt- und Landkreis Heilbronn seit 1979; in den angrenz-enden Landkreisen seit 2002. Sie betätigt sich in den folgenden Handlungsfeldern Wohnungslosenhilfe, Arbeitslosenhilfe; Finanz- und Wirtschaftshilfe und  Suchtkrankenhilfe. Ziel aller Hilfsangebote ist, die soziale Ausgrenzung aufzuhalten und alleinstehende wohnungs- und arbeitlose Menschen in die Gesellschaft einzugliedern.

Claudia Borkowski, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Aufbaugilde Heilbronn

26.06.2012

Sonnengas statt Erdgas, ein Weg zur regenerativen Energiespeicherung

Prof. Dr. Jochen Haas

Die Strukturen der regenerativen Energieerzeugung wurden in den letzten 10 Jahren entwickelt und geplant. Es gibt heute einen Konsens in unserer Gesellschaft, daß eine Versorgung aus regenerativen Energiequellen in Deutschland möglich sein wird. Das Vertrauen in eine tragfähige Versorgungslösung ist soweit gestiegen, daß der Energiewandel eingeleitet wurde und in einem konkreten Fahrplan in den nächsten 20 Jahren umgesetzt wird. Gleichzeitig ist  aber auch bekannt, daß regenerative Energiequellen den Energiebedarf der Gesellschaft nicht zu jedem Zeitpunkt decken kann. Deshalb müssen zukünftige Energienetze über Speicherkapazitäten von erheblichem Ausmaß verfügen. An der Entwicklung geeigneter  Energiespeicher wird heute intensiv geforscht.  Jüngste Vorschläge zeigen, wie man das deutsche Erdgasnetz als bestehenden Energiespeicher einsetzen  und in die zukünftige Infrastruktur regenerativer Energieversorgung einbinden könnte.

Prof Haas hat in Karlsruhe Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Feuerungstechnik studiert . Nach seinem Studium war er für 6 Jahre an einem Forschungsinstitut für Verbrennung in den Niederlanden tätig. Schwerpunkte waren Fragen der emissionsarmen Verbrennung, der Entwicklung neuer Brenner und neuer Brennstoffe aus Abfällen.  Auf diesem Gebiet stammt auch das Thema seiner Dissertation. Im Anschluß war Prof. Haas 10 Jahre lang als technische Führungskraft in der Zementherstellung tätig. Der energieintensive Zementherstellungsprozess hat in dieser Zeit einen dramatischen Wandel im energieverfahrenstechnischen Bereich erlebt, da Zementherstellkosten im wesentlichen durch den Energieeinsatz bestimmt werden. Prof. Haas lehrt seit 2010 an der Hochschule Heilbronn und vertritt hier das neue Fachgebiet der Energieverfahrenstechnik im Studiengang Verfahrens- und Umwelttechnik. Im Bereich der Lehre werden Energieumwandlungsverfahren (Verbrennung, Biogaserzeugung, Kraftwerksprozesse) und gekoppelte Energiesysteme behandelt (Kraft-Wärmekopplung, Wärme-Wärmekopplung). Im Bereich der Forschung sollen verschiedenste Brennstofftechnologien (Sekundäre Brennstoffe, Biogaserzeugung etc.) als Energiespeichermöglichkeiten  untersucht werden. Herr Haas ist verheiratet und hat drei Töchter.

 

* Veranstaltung mit der Hochschulgemeinde: Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindezentrum, Jörg-Ratgeb-Platz 29

** Kreissparkasse Heilbronn „Unter der Glaspyramide“, Am Wollhaus 14, 74072 Heilbronn. Kostenlose Parkmöglichkeiten in der Kundentiefgarage, Zufahrt über die Wollhausstraße. Einlass um 19:00 Uhr

*** Veranstaltung in den Räumen der experimenta, Heilbronn

 

Hier finden Sie in Bälde  das Programm zum download

 

Wie Sie mit der Ringvorlesung  für das Ethikum Punkte erwerben können, erfahren Sie in unserem Flyer und  hier!

 

Wenden Sie sich bei Fragen an die Koordinatoren der Ringvorlesung Prof. Dr. Roland Pfenning (pfennig@hs-heilbronn.de) und Prof. Dr. Susanne Wilpers (wilpers@h-heilbronn.de).