EPS-Erasmus-Hochschulpolitik
Erklärung zur Erasmus Hochschulpolitik (EPS) der Hochschule HeilbronnIm Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen (Lifelong Learning Programme – LLP) der Europäischen Union
- Bitte beschreiben Sie kurz die Strategie, Ziele und Prioritäten Ihrer Hochschule für Ihre Erasmus-Aktivitäten (Mobilitätsmaßnahmen, multilaterale Projekte, Netzwerkprojekte, usw.) sowie alle sonstigen Aktivitäten im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen (2007-2013).
- Bitte liefern Sie ebenfalls Informationen hinsichtlich der folgenden Punkte: Welche spezifischen Maßnahmen sind geplant, um Erasmus-Aktivitäten Sichtbarkeit zu verleihen und wie wird für die Verbreitung der Erasmus-Universitäts-Charta und der EPS gesorgt ? Welche Maßnahmen (wenn überhaupt) sieht die Hochschule vor, um die Nicht-Diskriminierungsziele zu respektieren (z.B. bezüglich der Gleichstellung von Männern und Frauen, Integration von Studierenden und Dozenten mit Behinderungen. Förderung des sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts und Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ) ?
Das Sokrates/Erasmus-Programm trägt seit langem zur Internationalisierung der Hochschule Heilbronn (bis 2005 Fachhochschule Heilbronn) bei.
Der Studierendenaustausch steht im Vordergrund und wird auch künftig der wichtigste Bereich des Programms sein. Neben der quantitativen Steigerung, ist die qualitative Weiterentwicklung des Studierendenaustauschs ein Ziel unserer Hochschule. Gemäß des Bologna-Prozesses sind alle Studiengänge auf Bachelor umgestellt und neue Masterstudiengänge eingeführt. Nun ist es erforderlich, die bisherigen Austauschmöglichkeiten, diesen neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Anwendung von ECTS erleichtert den Austausch und die Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen. Die Erstellung von gemeinsamen Programmen und Modulen mit den Partnerhochschulen ist eine der wichtigsten Aufgaben, um den Studierenden Auslandsaufenthalte anzubieten, die in ihren Studienplan passen und das Studium aufwerten. Die bisherigen Doppeldiplome sollen in Joint Courses mit Joint Degrees umgewandelt werden, die einen verbindlichen Aufenthalt an einer Partnerhochschule vorsehen. Teilweise besteht auch bei Masterstudiengängen die Möglichkeit eines Auslandssemesters. Auch hier wird an der Erstellung gemeinsamer Module gearbeitet, um die Internationalisierung in diesem Bereich zu fördern. Es ist beabsichtigt die Kontakte zu Osteuropa auszubauen. Der Austausch ist hier immer noch schwieriger. Zur Intensivierung dieser Kontakte, wird an unserer Hochschule ab dem Wintersemester 07/08 ein Studiengang ‚Internationale Betriebswirtschaft Osteuropa’ eingerichtet in Kooperation mit Hochschulen aus dieser Region.
Die Dozentenmobilität wird weiter ausgebaut, auch in den Masterstudiengängen und nach Osteuropa. Dozentenmobilität fördert die Internationalisierung der nicht-mobilen Studierenden, außerdem regt sie Studierende zum Auslandsstudium an. Die Einführung gemeinsamer Module vereinfacht die Einbindung dieser Veranstaltungen in das Vorlesungsangebot der Gasthochschule.
Der intensive Kontakt mit den Partnerhochschulen durch die Mobilitätsmaßnahmen wird auch künftig zu gemeinsamen Projekten, wie Sprachkursen, internationalen Seminaren, Forschungsprojekten etc führen, was von der Hochschulleitung ausdrücklich unterstützt wird.
Zur Zeit gibt es an unserer Hochschule keine Ausländerfeindlichkeit. Um dies auch weiterhin zu unterbinden, werden Aktivitäten von Gruppen ausländischer Studierender unterstützt, die bei Veranstaltungen über ihre Herkunftsländer und Religion informieren und so Ängste, die zu Diskriminierung und Gewalt führen, abbauen.
Die Gleichbehandlung von Männern, Frauen und Behinderten bei allen Aktivitäten ist selbstverständlich.
Die künftigen Erasmus-Aktivitäten werden zwischen der Hochschulleitung und den Fakultäten abgestimmt. Die Veröffentlichung dazu erfolgt durch Informationsveranstaltungen, Aushänge und das Internet, wo auch diese EPS veröffentlicht werden soll. Die EU-Charta wird an exponierter Stelle ausgehängt.
Qualität von akademischen Mobilitätsmaßnahmen:
Welche spezifischen Maßnahmen werden an Ihrer Hochschule ergriffen, um eine hohe Qualität bei akademischen Mobilitätsaktivitäten sicherzustellen ? Geben Sie Einzelheiten hinsichtlich der folgenden Punkte an: akademische Anerkennung und Verwendung eines Systems von Anrechnungspunkten für erbrachte Studienleistungen, das Bereitstellen von Information über Curricula, Information und Beratung von ausgehenden Studenten, Begleitung und Integration von aufgenommenen Studenten, Bereitstellung von speziellen Diensten für Studenten (insbesondere Unterbringung), vorbereitende Sprachkurse und Sprachkurse zur Auffrischung von Sprachkenntnissen, Unterstützung und Anerkennung der Dozentenmobilität.
Qualitätssicherung im Bereich der Studierenden- und Dozentenmobilität ist ein wichtiger Bereich bei der Hochschule Heilbronn. Die Outgoing-Studierenden werden durch das Akademische Auslandsamt allgemein zu den Austauschmöglichkeiten beraten. Die Information zu den Studieninhalten an der jeweiligen Partnerhochschule und die Erstellung des Learning Agreements erfolgt durch die, für die Partnerhochschule zuständigen, Professoren. Hierdurch wird die spätere Anerkennung der Studienleistungen sichergestellt. Die Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt wird durch das umfangreiche Angebot an Sprachvorlesungen, Vorlesungen in Fremdsprachen und interkulturellen Kursen gewährleistet. Außerdem werden Informationsveranstaltungen von den Fakultäten und vom Akademischen Auslandsamt durchgeführt. Die Incoming-Studierenden werden im Rahmen von mehrtägigen Einführungsveranstaltungen betreut. An diesen wirken deutsche Studierende mit, was die Integration erleichtert. Alle Formalitäten werden in dieser Zeit erledigt und sie bekommen ersten Kontakt zu Professoren, die sie hinsichtlich der Studieninhalte beraten. Es werden Deutschkurse während der Einführungsphase und während der Vorlesungszeit angeboten. Die meisten Studierenden werden in den Wohnheimen untergebracht, ist dies nicht möglich, werden sie bei der Zimmersuche durch die Hochschule unterstützt. Während des gesamten Aufenthaltes werden die Studierenden durch die Professoren fachlich betreut und das Akademische Auslandsamt führt regelmäßige Treffen durch um sie in allen anderen Bereichen zu unterstützen, wie z.B. Prüfungsanmeldung, Rückmeldung, Fragen zum Alltagsleben.
Die Vorlesungen im Rahmen der Dozentenmobilität werden in das Curriculum der Gasthochschule integriert, so dass sie zu einem Bestandteil des normalen Vorlesungsangebot werden. Um dies zu ermöglichen ist ein enger Kontakt zwischen den Professoren der Partnerhochschulen erforderlich, da sowohl eine genaue inhaltliche als auch zeitliche Abstimmung nötig ist.
Qualität von Aktivitäten im Rahmen studentischer Praktika: Welche spezifischen Maßnahmen werden ergriffen, um eine hohe Qualität bei Praktika („placements“) von Studenten sicher zustellen ? Geben Sie Einzelheiten darüber an, wie das Arbeitsprogramm und die Vereinbarungen über Praktika vorbereitet und ausgeführt werden. Bitte spezifizieren Sie die praktischen Durchführungsbestimmungen, die zwischen den Partnern vereinbart sind. Beschreiben Sie bitte auch die Begleitung („Monitoring“) und Evaluierung der Praktika sowie deren Anerkennung im Rahmen des Curriculums.
Bei allen Bachelor-Studiengängen der Hochschule Heilbronn ist ein Pflichtpraktikum von 26 Wochen vorgesehen. Zur Sicherung der Qualität der Praktika überprüfen zunächst die betreuenden Professoren, ob die Voraussetzungen für ein Praktikum im Ausland erfüllt sind. Ist dies der Fall, können sich die Studierenden bei KOOR/BEST (Koordinierungsstelle für die Praktischen Studiensemester der Fachhochschulen in Baden-Württemberg, Karlsruhe) um ein Stipendium bewerben.
Sobald eine Praxisstelle zur Verfügung steht, wird ein Letter of Appointment und ein Learning Agreement erstellt, anhand dieser Informationen überprüft KOOR/BEST die Seriosität der Unternehmen und die Qualität des Praktikums. Danach wird ein Vertrag erstellt, der von allen Beteiligten unterschrieben wird. Die Beschreibung der geplanten Tätigkeiten, der voraussichtliche Erwerb zusätzlicher Kenntnisse und Qualitätssicherung durch das Unternehmen (Letter of Appointment, Learning Agreement, Quality Charta) sind Bestandteil des Vertrages.
Die Betreuung während des Praktikums erfolgt durch den betreuenden Professor der Hochschule in fachlicher Hinsicht und durch KOOR/BEST in organisatorischer Hinsicht um die ordnungsgemäße Durchführung der Praktika zu gewährleisten.
Am Ende des Praktikums führt KOOR/BEST eine Evaluierung der Praktika durch. Es werden sowohl die Studierenden als auch die Unternehmen befragt, damit eine Vergleichbarkeit der Antworten möglich ist. Die Ergebnisse der Evaluierung dienen als Grundlage zur Beratung weiterer Studierender. Die Studierenden sind außerdem verpflichtet einen Praktikumbericht zu erstellen und in einem Kolloquium unter Leitung des betreuenden Professors mündlich über ihre Tätigkeit und ihre Erfahrungen im Ausland, im Beisein angehender Praktikanten zu berichten. Wenn diese Vorgaben erfolgreich erfüllt sind, erfolgt die Anerkennung des Praktikums durch die Prüfungskommission der jeweiligen Fakultät.
Die Verwaltung der Stipendienmittel wird zentral von der KOOR/BEST übernommen.